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Stojanovic sichert dem VfL das Halbfinale

Der VfL Gummersbach steht im Europapokal der Pokalsieger erwartungsgemäß im Halbfinale. Allerdings war der Einzug in die nächste Runde für die Schützlinge von Trainer Sead Hasanefendic ein härteres Stück Arbeit, als allgemein nach dem 32:27-Hinspielsieg in Dänemark erwartet worden war. In der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle erwies sich der dänische Erstligist Team Tvis Holstebro als technisch gute und laufstarke Truppe, die über 60 Minuten mit dem amtierenden EHF-Cupsieger auf Augenhöhe mitspielte.

Die Dänen, bei denen der Ex-Mindener Lars Rasmusen nicht nur ein sicherer Siebenmeterschütze sondern mit sieben Toren auch insgesamt erfolgreichster Werfer war, waren offensichtlich nicht nach Gummersbach gekommen, um sich kampflos auch dem europäischen Wettbewerb zu verabschieden. Im Gegenteil, die Gäste führten schnell 2:0, auch Mitte der ersten Halbzeit lagen sie noch mit zwei Toren in Front (6:4). Und die Gummersbacher konnten sich in dieser Phase bei ihrem einmal mehr überragenden Torhüter Goran Stojanovic bedanken, dass es bei diesem Zwei-Tore-Rückstand blieb, denn als Jörg Lützelberger auf der Strafbank saß, parierte Stojanovic zweimal gegen die frei vor ihm auftauchenden Patrik Olsson und Lars Erik Bjornsen. So gingen die Gastgeber in der 24. Minute durch einen von Vedran Zrnic verwandelten Siebenmeter erstmals in Führung (10:9). Aber bis zum Pausenpfiff schafften die Dänen wieder den Ausgleich (13:13).

Für eine Vorentscheidung sorgten die Gummersbacher unmittelbar nach Wiederanpfiff, als sie durch ihre erfolgreichsten Werfer, Viktor Szilagyi, Geoff roy Krantz und Adrian Wagner, der im Hinspiel wegen einer Bronchitis pausieren musste, auf 16:13 davonzogen. Zwar ließ sich die Mannschaft aus der mitteldänischen Kleinstadt auch in der Folgezeit nie abschütteln, aber nun gerieten die Gummersbacher nicht mehr in Gefahr, das Halbfinale noch zu verpassen. Nicht zuletzt auch dank Goran Stojanovic, der auch im Durchgang zwei einige hundertprozentige Chancen der Gäste vereitelte. Auf der anderen Seite erwiesen sich aber auch beide dänischen Torhüter (Michael Brunn und Lind Pedersen) als Meister ihres Fachs und hielten die Niederlage in Grenzen.

Beim VfL schied derweil Drago Vukovic schon frühzeitig aus. Der kroatische Nationalspieler, der gerade erst von einer Gehirnerschütterung genesen ist und im Hinspiel eine Platzwunde am Auge erlitten hatte, erhielt wieder einen Schlag ins Gesicht und wurde von Trainer Hasanefendic im Hinblick auf das Final Four am kommenden Samstag geschont.