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TSV meldet sich zurück

Mit einem unter dem Strich knappen aber verdienten Sieg meldete sich die TSV Hannover-Burgdorf im Abstiegskampf zurück. Eine starke Abwehr mit einem in der zweiten Halbzeit sicheren Torwart Nenad Puljezevic als Rückhalt sowie eine Steigerung im Angriff waren letztendlich ausschlaggebend für diesen wichtigen Erfolg im "Vier-Punkte-Spiel".

Von Beginn an entwickelte sich ein offener und emotionsgeladener Schlagabtausch. Viele technische Fehler zeugten vom Nervenflattern und vom Druck, der auf beiden Seiten lastete. Friesenheim agierte in der ersten Halbzeit geduldiger im Spiel nach vorne und führte mehrfach mit zwei Toren. Eine erste Schlüsselszene gab es in der 19. Minute. Die Gäste lagen mit 8:10 vorn und hatten durch Christian Dissinger die Chance auf drei Treffer zu erhöhen. Der Youngster verfehlte das Ziel und im Gegenzug brachte Lars Lehnhoff die Niedersachsen wieder auf 9:10 heran und sorgte dafür, dass es eng blieb.

Bis zum 20:20 in der 41. Minute. Danach zogen die Hausherren aus einer Überzahlsituation Kapital, Puljezevic parierte dreimal stark und im Gegenzug kam die TSV jeweils zum Erfolg. So hieß es nach 44 Minuten 23:20. Diese Führung gab den Hannoveranern die so lange vermisste Sicherheit zurück und der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Der Gast versuchte mit einer offenen Deckung zwar noch einmal die Wende, doch Burgdorf ließ sich nicht mehr ins Wanken bringen, verfügte zudem über die besseren Optionen auf der Bank, während Friesenheim ihren verletzungsbedingten Ausfällen Tribut zollen musste.

Das sah auch TSG-Trainer Thomas König so: "Hannover ist ja von der personellen Besetzung her deutlich stärker und hat da unten in der Tabelle eigentlich nichts zu suchen. Deshalb lastete mehr Druck auf der TSV und wir haben auf eine Überraschung gehofft. Wir sind auch gut ins Spiel gekommen, haben über 60 Minuten phantastisch gekämpft, aber am Ende hat es leider nicht gereicht." Die "tolle kämpferische Leistung" seines Teams lobte auch Burgdorfs Trainer Christopher Nordmeyer, der von einem "unglaublich spannenden und gutklassigen Match" sprach. "Meine Spieler haben sich förmlich nach den Bällen geschmissen und einen unbändigen Willen gezeigt", strahlte der 43-Jährige nach seinem ersten Sieg als Cheftrainer. Der Druck sei vor der Partie nicht größer gewesen als sonst. Entscheidend war für Nordmeyer nach dem Spiel ein ganz anderer Fakt: "Meine Jungs haben mal wieder gesehen, wie man Spiele gewinnt."