Frisch Auf! Göppingen - Versöhnliches Endergebnis - Handball - Handball-M EHF-Cup - Artikel - Handballwoche
 

Versöhnliches Endergebnis

Nach der Anfangsphase war die Hoffnung der HSG Ahlen-Hamm auf einen Überraschungscoup gegen FA Göppingen bereits erloschen - sechs Minuten vor der Pause kündigte sich beim 5:16 ein Debakel an. Am Ende stand eine gute zweite Halbzeit und ein 22:29 (9:18)-Endstand, der den Aufsteiger zwar weit von einem Punktgewinn entfernt sah, Kay Rothenpieler aber immerhin noch zu einem versöhnlichen Fazit kommen ließ. "Wir waren in der ersten Halbzeit gar nicht auf der Platte", gestand der HSG-Trainer ein. "Das war vorne wie hinten vollkommen unstrukturiert. Aber ich bin für die zweite Halbzeit recht dankbar, denn da war zu sehen, was mit der richtigen Einstellung machbar ist."


Hock als Spielmacher

Die Partie begann mit einer Hiobsbotschaft für die HSG. Nachdem Chen Pomeranz bereits im Vorfeld wegen einer hartnäckigen Entzündung im Bereich der Lendenwirbelsäule zum Zuschauen verurteilt war, musste auch der zweite etatmäßige Spielmacher Maik Machulla (Rücken- und Bauchmuskelprobleme) passen. "Das war schon ein Schock für die Mannschaft", konstatierte Rothenpieler. Und tatsächlich zeigte der Aufsteiger Wirkung. Statt eines guten Starts in die Begegnung, in die Marcus Hock die HSG auf der Spielmacherposition führte, lag das Team deutlich mit 0:4 zurück (6.). Was folgte, waren 26 Minuten perfektionierte Ratlosigkeit der Hammer.

Der Aufsteiger fand im Angriff kein Mittel gegen den Tabellenfünften, der fast jeden Versuch der Hausherren schon im Ansatz abblockte und zudem in Tahirovic einen bärenstarken Rückhalt hatte. "Wir wussten ja, dass Pomeranz und Machulla ausfallen", sagte Göppingens Trainer Velimir Petkovic. "Vielleicht waren wir deshalb so gut in der Abwehr." Ein Argument, das Rothenpieler nur teilweise gelten lassen wollte. "Am Anfang - das war ja Chaos", mäkelte der Trainer. "Wir wollten aggressiv decken, und stattdessen haben wir jeden Spieler ohne Gegenwehr bis auf sieben Meter laufen lassen."


Keine Gefahr mehr

Mit veränderter Körpersprache kamen die Gastgeber aus der Kabine. "Dann haben wir ein bisschen was riskiert, offensiver gedeckt. Damit haben die Göppinger mehr Probleme gehabt." So kam die HSG sogar bis auf vier Tore heran (19:23/48.), doch in ernsthafte Bedrängnis geriet Göppingen nicht mehr, weil "wir dann zwar besser getroffen haben, aber immer noch nicht gut", stellte HSG-Kapitän Mario Clößner am Ende fest.