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Zerbe: Die Mannschaft lebt nicht

Frust hoch drei statt Wiedergutmachung: Aus der Mannschaftskasse hatten die TBV-Spieler den Dauerkarteninhabern freien Eintritt spendiert. Eine noble Geste, die mit einer beschämenden Leistung aber sofort wieder zunichte gemacht wurde. Gegen den Tabellenvierten der portugiesischen Liga ließen die Lipper alles vermissen, was eine funktionierende Mannschaft auszeichnet. Die stand auf der Gegenseite und hatte mit dem kleinen Mittelmann Carlos Carneiro einen echten Leader in ihren Reihen. Zudem bot der 27 Jahre alte Nationalspieler als Vorgezogener eine klasse Abwehrleistung.

Gegen die 5:1-Deckung der Portugiesen fehlte es dem TBV nicht nur an Fantasie. Auch die Passgenauigkeit ließ schwer zu wünschen übrig. So verloren sich die Hausherren - allesamt gestandene Nationalspieler - vornehmlich in Einzelaktionen, die Trainer Volker Mudrow sichtlich erregten. "Ich bin sehr sauer, denn jeder wusste, dass der Europapokal unsere letzte Titelchance ist. Wir haben von Anfang an nicht die richtige Einstellung gezeigt. Es kann nicht sein, dass wir von Halblinks kein einziges Tor werfen", fand der TBV-Coach deutliche Worte.

Doch nicht nur Ilyes stand schwer in der Kritik. Über den Kreis geschah nichts. Und auch die Abwehr mitsamt den Torhütern konnten dem TBV keine Sicherheit verleihen. Lediglich beim 1:0, 3:2 und 14:13 hatte Lemgo die Nase vorn. Nach dem 21:21 (45.) legten die disziplinierten Gäste in der Schlussphase nach und zogen mit 26:22 (53.) und 28:24 davon. Während sich Benfica-Trainer Jose Silva über "einen historischen Sieg für den Verein" freute, musste sich TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe eingestehen, dass "die Mannschaft nicht lebt". Trainer Mudrow fordert im Rückspiel "Charakterstärke": "Vor uns liegt die wichtigste Woche seit langem - auch für den Verein, der sich über Jahre etwas aufgebaut hat."

KOMMENTARE

RaMue, 16.02.10, 12:37 Uhr
Sicherlich mag es der einfachste Weg sein, sich von Spielern zu trennen, deren Verträge auslaufen. So auch in Lemgo. mehr »
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