Beach-Handball - Deutsche Meisterschaft: 20 Teams, drei Tage, ein Ziel - Handball - Oberliga Schleswig-Holstein - Artikel - Handballwoche
Beach-Handball

Deutsche Meisterschaft: 20 Teams, drei Tage, ein Ziel

20 Mannschaften, drei Tage, ein Ziel: Am kommenden Wochenende steht die Deutsche Meisterschaft im Beachhandball an. Je zehn Teams bei den Männern und Frauen qualifizierten sich in den vergangenen Wochen über die German Beach Open (GBO) für das Finalturnier und kämpfen nun in Berlin um die begehrte Trophäe und das Ticket für den EHF Champions Cup.

Als Titelverteidiger bei den Frauen gehen die „Brüder Ismaning“ - Deutscher Meister 2014 und 2016 - ins Rennen und wollen den dritten Stern erobern. Bei den Männer wird es hingegen einen neuen Champion geben. Die BC Sanddevils Minden verpassten nach zwei Titeln in Folge die Qualifikation, sie konnten nicht genug Punkte sammeln und beendeten die GBO-Serie auf einem enttäuschenden 17. Rang. „Die entscheidenen Gründe für das diesjährige Scheitern sind vor allem bei uns selbst zu suchen“, zeigte sich Kapitän Markus Südmeier selbstkritisch. „Ich persönlich hatte das Gefühl, dass die Quali-Turniere vielmehr eine Art "lästige Pflicht" vor der "Kür" wahrgenommen wurden. Dies hat sich in diesem Jahr gerächt.“

Neben den Sanddevils fehlen dieses Jahr auch weitere Teams, die im vergangenen Jahr in Berlin an den Start gingen - was für die gestiegene Qualität im Teilnehmerfeld der GBO spricht. „Ich bin sehr gespannt, wie das Turnier aussehen und wer sich am Ende durchsetzen wird“, freut sich DHB-Präsident Andreas Michelmann auf die Deutsche Meisterschaft. Der Verbandschef wird Samstag und Sonntag in Berlin vor Ort sein.

Die Spiele der Deutschen Meisterschaft beginnen am Freitag, den 4. August um 16.30 Uhr. Die Finalspiele finden am Sonntag um 14.30 Uhr (Frauen) und 15.30 Uhr (Männer) statt. Für alle Fans der Sandvariante, die nicht in die Hauptstadt reisen können, gibt es gute Nachrichten: Die Streaming-Plattform sportdeutschland.tv überträgt das Turnier im Livestream.

 

Die Teilnehmer um die Deutsche Meisterschaft bei den Männern

Gruppe A

SG Schurwald

Die SG Schurwald lieferte in den vergangenen Monaten konstant starke Leistungen und sicherte sich damit den ersten Platz im GBO-Ranking. In Berlin muss das Team jedoch auf Nationaltorwart Daniel Rebmann (Frisch Auf Göppingen) verzichten, Dominik Weiß (TVB 1898 Stuttgart) wird voraussichtlich dabei sein. „Wir wollen auf jeden Fall ins Viertelfinale und dann mal schauen“, blickt Sven Fischer voraus. „Ab den Finalspielen ist alles möglich.“

Flying Gag

Das Team aus Lehrte trumpfte in dieser Saison auf und schloss die GBO-Serie auf dem dritten Rang ab. In der Gruppe A ist Flying Gag bei seiner ersten Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft seit 2014 jedoch Außenseiter. „Wir wollen Spaß haben, das Wochenende genießen und dann werden wir sehen, was am Ende dabei herumkommt“, blickt Trainer Justus Prölß voraus. „Eine Platzierung wollen wir als Ziel nicht ausgeben.“

12 Monkeys Köln BHC

Die 12 Monkeys gehören im Feld der Deutschen Meisterschaft zu den „alten Hasen“, sie sind seit 2014 jedes Jahr beim Finalturnier dabei. Das Kölner Team wird in Berlin mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern antreten. „Der lange Weg nach Berlin soll sich im Rückblick gelohnt haben“, gibt Pressewart Jan Helge Ertel als Ziel aus. „Ob dies nun in Form eines (natürlich wünschenswerten) Treppchenplatzes oder lehrreicher Erfahrungen für unsere Nachwuchsaffen geschieht, ist dabei fast Nebensache.“

Nordlichter

Die Nordlichter waren in den vergangenen Jahren immer in der Spitzengruppe zu finden, den bisher einzigen Titel holte das Team jedoch vor drei Jahren. In den vergangenen Jahren scheiterte man immer knapp. Das junge Team bringt jedoch bereits viel Beacherfahrung mit - unter anderem durch die Nationalspieler Yannick und Maurice Dräger. Das Ziel des Nordklubs? „Wir wollen Top-Beachhandball spielen und möglichst weit kommen.“

BTVGA

BTVGA gelang mit dem 10. Platz im GBO-Ranking als letztem Team der Sprung ins Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft. „Wir sind natürlich wieder Außenseiter in Berlin“, erklärte Mannschaftssprecher Konstantin Duve. Unterschätzen wird die Mannschaft aus Bartenbach jedoch niemand: 2015 erreichte das Team sensationell das Endspiel, 2016 zog man immerhin ins Viertelfinale ein.

Gruppe B

Shotgunners Beach

Die Shotgunners Beach waren der Spätstarter der diesjährigen Saison. Das junge Team spielte alle seine drei Turniere erst im Juli - und buchte mit drei Turniersiegen in letzter Sekunde noch das Ticket für Berlin. Das Team setzt sich zu einem Großteil aus Jugend-Nationalspielern zusammen, die auf private Initiative auf diesem Weg weitere Erfahrung im Sand sammeln wollen. Die Spieler sind sich einig: „Unser Ziel für die Deutsche Meisterschaft ist es vor allem, die großen, etablierten Mannschaften ein wenig zu ärgern.“

Beach Mopeten

Die Beachmopeten feierten bereits im vergangenen Jahr die Qualifikation ins Finalturnier, schieden jedoch in der Gruppenphase aus. „Dieses Jahr wollen wir unseren Einsatz selbst mit dem Halbfinale belohnen“, gibt das Team aus Oberursel als Ziel aus - und setzt dafür auf den Teamgeist: „Alle unserer Spieler spielen seit der Jugend zusammen in einem Verein. Dieser Zusammenhalt auf und neben dem Feld zeichnet uns besonders aus.“

Die Otternasen

Dem Neuling in der GBO-Serie gelang auf Anhieb die Qualifikation für das Finalturnier. „Kein Turnier ist ein Selbstläufer und man muss immer hart um Punkte kämpfen. Umso stolzer sind wir darauf, am Freitag in Berlin an den Start gehen zu dürfen“, freut sich die Mannschaft um Nationalspieler Marian Rascher auf das Turnier. Als Ziel geben die „Otternasen“ das Überstehen der Gruppenphase aus.

THC EhDrin! Ismaning

Als erste bayrische Männermannschaft bei einem Finalturnier der Deutschen Meisterschaft will der THC EhDrin! Ismaning die Vorrunde überstehen. „Dann schaug ma amoi wos as Viertelfinale so her gibt“, blickte das Team von Trainer Christoph Ilg voraus. Die Stärke der Mannschaft? „Das mia aus Bayern kemman und oiwei unsere Spuizüg auf boarisch o sogn kennan und do versteht uns olawei koana.“

BHC Beach & Da Gang

Das ambitionierte Team von Beach & Da Gang Münster reist als einer der Favoriten an. Das Team aus Kelkheim (Münster) ist auch international auf hohem Niveau unterwegs und qualifizierte sich 2016 für das Finalturnier der European Beachhandball-Tour. Ein Titel blieb dem Team bislang jedoch verwehrt, im vergangenen Jahr gab es immerhin die Bronzemedaille. „Vor zwei Jahren Fünfter, letztes Jahr Dritter – diese Zahlenreihe würden wir gerne logisch fortführen“, blickt Spezialist Sebastian Jacobi voraus. „Dieses Jahr ist alles möglich.“

 

Die Teilnehmer um die Deutsche Meisterschaft bei den Frauen

Gruppe A

Strandgeflüster Minden

Strandgeflüster Minden schwang sich 2015 überraschend zum Deutschen Meister auf und mischt seitdem vorne mit. Die Mannschaft von Nationalspielerin Leonie Wöbking überzeugte bisher und fährt mit dem ersten Platz des GBO-Rankings im Rücken nach Berlin. „Wir wollen Deutscher Meister werden“, betont Spielführerin Anna Wiese selbstbewusst. „Wir wissen aber auch, dass unsere Konkurrenz ungemein stark ist.“

Bonnbons

Die erfahrene Mannschaft der Bonnbons darf sich über die dritte Finalturnierteilnahme in Folge freuen. „Wir sind seit Jahren eingespielt und von jeder Position torgefährlich, stellen eine starke Abwehr mit starken Torhütern“, zeigen sich die Kölnerinnen selbstbewusst. Ihr Ziel? „Wir wollen auch am Sonntag noch spielen.“

Beach Chiller

Für die Beach Chiller - Eigenbeschreibung: „Jung, motiviert, dynamisch“ - ist Beachhandball ganz klar ein Leistungssport. In Amelie Möllmann stellt das Team aus Oldenburg eine Bronzemedaillengewinnerin der U17-EM im Juli. Trainer Torsten Feickert hat für das Finalturnier große Ziele: „Wir wollen definitiv um die oberen Plätze mitspielen.“

CAIPIranhas

Die CAIPIranhas haben eine durchwachsene Saison hinter sich. Die Mannschaft um Nationaltorhüterin Sabine Stockhorst will in Berlin daher auf seine Eingespieltheit setzen. „Unser Team kennt sich in und auswendig“, betont Martina Ebersberger. Für den großen Wurf reichte es bisher zwar nicht, aber „einen Stern aufs Trikot zu drucken, wäre schon ein nette Sache.“

SK Lation

Die Berliner Mannschaft rutschte für sich selbst überraschend in das Teilnehmerfeld der Deutschen Meisterschaft. Das Team um Nationalspielerin Sabrina Neuendorf setzt sich aus Hallenhandballerinnen aus ganz Berlin sowie einigen Australierinnen zusammen. „Wir sehen dem Turnier entspannt entgegen und schauen einfach, was geht“, erklärte Teamsprecherin Constanze Orsin. „Selbst, wenn es am Ende „nur“ Platz 10 wird, sind wir schon ziemlich zufrieden und stolz dabei gewesen zu sein.“

Gruppe B

Minga Turtles

Die Minga Turtles bringen mit acht Bronzemedaillengewinnerinnen der U17-EM im Kader einiges an internationaler Erfahrung mit nach Berlin. Das junge Team aus Ismaning ist bereits zum zweiten Mal in Folge beim Finalturnier dabei. „Das Ziel wäre das Erreichen des Halbfinales“, erklärten die Trainer Detlef Epple und Stefan Kreitczick. „Das ist ein Platz besser als letztes Jahr.“

Brüder Ismaning

Die Brüder Ismaning sind als Titelverteidiger heißer Anwärter auf den Titel - und entsprechend selbstbewusst. „Unser Ziel ist es natürlich, den Titel zu verteidigen und damit erneut das Ticket nach Gran Canaria zum Champions Cup zu lösen“, unterstreicht auch Trainer Manfred Königsmann. „Aber uns ist allen bewusst, dass es dieses Jahr noch schwieriger wird, da die Konkurrenz stärker geworden ist.“ In Kirsten Walter und Magdalena Frey tragen zwei Nationalspielerinnen das Trikot der „Brüder“.

Beach Unicorns

Die Beach Unicorns sind ein Neuling - nicht nur beim Finalturnier, sondern auch in der GBO-Serie. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und viel Begeisterung gelang dem Team aus Hannover jedoch auf Anhieb die Qualifikation. Für Dennis Glaser ist das Saisonziel damit eigentlich erreicht. „Wir wollen die Deutsche Meisterschaft als Event genießen“, erklärte der Trainer. „Wenn wir jetzt nicht gleich letzter werden, dann wären wir schon sehr glücklich.“

Sandmöpse

Die Sandmöpse sind nach einem Jahr Abstinenz wieder beim Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft dabei. 2015 gelang - damals noch in Kassel - immerhin der Einzug ins Viertelfinale. Das ist auch das Ziel für dieses Jahr. „Unser erstes Ziel ist der Einzug in die K.O.-Phase und somit in der Gruppenphase eine Mannschaft hinter uns zu lassen“, erklärt Janna Müller und betont: „Alles andere wäre eine Zugabe für uns.“

Beach Bazis

Die Beach Bazis des TSV Schleißheim sind laut eigener Beschreibung die „Newcomer des Jahres“. Das junge Team um Jugendnationalspielerin Isabell Kattner hat seine erste Saison im Erwachsenenbereich hinter sich und durfte sich auf Anhieb über die Qualifikation für Berlin freuen.  „Wir haben schon mehr erreicht, als wir uns anfangs dachten“, freut sich das von Rena Nagel trainierte Team. „Wir werden jetzt weiter kämpfen und wollen soweit kommen wie nur möglich.“

KOMMENTARE

Jeffreytwelp, 12.12.17, 05:05 Uhr
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