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Europapokal der Pokalsieger

Energieleistung in der zweiten Halbzeit

Der VfL Gummersbach steht mit einem Bein im Halbfinale des Europacupwettbewerbs der Pokalsieger. Der amtierende EHF-Cupgewinner verschaffte sich durch einen 32:27 (13:15)-Erfolg beim dänischen Pokalsieger Tvis Holstebro eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Ostersamstag in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle. Allerdings bedurfte es einer deutlichen Leistungssteigerung der Schützlinge von Trainer Sead Hasanefendic in Durchgang zwei, denn beim Halbzeitpfiff hatten die dänischen Gastgeber einen 15:13-Vorsprung mit in die Kabine genommen.

Schon vor dem Spiel hatte Hasanefendic, der neben dem im Europacup noch nicht spielberechtigten Christoph Schindler auch auf den etatmäßigen Linksaußen Adrian Wagner (Bronchitis) verzichten musste, vor dieser "kleinen skandinavischen Auswahl" gewarnt: "Die spielen sehr diszipliniert und aggressiv und sind schnell auf den Beinen." Und in der ersten Halbzeit bestätigten sich die Worte des VfL-Trainers. Zwar erwischte der VfL den besseren Start, führte auch 10:8, aber dann häufte sich die Fehlerquote bei den Gästen im Angriff, zudem zeigte die Abwehr große Schwächen. So konnten sich die Oberberger in erster Linie bei Torhüter Goran Stojanovic bedanken, dass der Rückstand beim Pausentee nur zwei Tore betrug.

Aber nach dem Seitenwechsel war einmal mehr Verlass auf die hervorragende körperliche Verfassung des VfL, der trotz des Mittwoch-Spiels gegen Melsungen und der Reisestrapazen nun das Tempo anzog und den Dänen beim 17:16 (37.) die letzte Führung erlaubte. In einem Zwischenspurt zog Gummersbach bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 25:20 davon und danach geriet der Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr, obwohl Holstebro zwischenzeitig nochmals auf 23:26 verkürzte. In der Abwehr agierten die Gummersbacher nun aggressiver, so dass sie durch Tempogegenstöße zu einigen leichten Toren kamen. Auch als der gerade von einer Gehirnerschütterung wieder genesene Kroate Drago Vukovic mit einer Platzwunde am Auge verletzt ausschied, kam kein Bruch in das VfL-Spiel. Junioren-Weltmeister Steffen Fäth setzte nun einige positive Akzente, ebenso der junge Robin Teppich auf Linksaußen.

VfL-Geschäftsführer Axel Geerken atmete erleichtert auf: "Die Dänen waren ein sehr unbequemer Gegner, die es uns über lange Zeit sehr schwer gemacht haben."