VfL Gummersbach - Europapokal der Pokalsieger - Gummersbach wie zu besten Zeiten - Handball - Artikel - Handballwoche
Europapokal der Pokalsieger

Gummersbach wie zu besten Zeiten

Der VfL Gummersbach hat sich im Viertelfinalhinspiel des europäischen Pokals der Pokalsieger eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug ins Halbfinale erarbeitet: Beim dänischen Pokalsieger Tvis Holstebro siegte das Team von Trainer Sead Hasanefendic nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 32:27. Bester VfL-Werfer war VfL-Kapitän Robert Gunnarsson mit sechs Treffern. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Hier mit fünf Toren Vorsprung zu gewinnen, ist eine sehr gute Sache. Das gibt uns Sicherheit für das Spiel am Mittwoch gegen die Rhein-Neckar-Löwen und für das Rückspiel am Ostersamstag“, sagte Sead Hasanefendic.

Der VfL begann ordentlich und hatte in der Anfangsphase die Partie gegen den dänischen Tabellensiebten im Griff. Für den mit einer Bronchitis daheim gebliebenen Adrian Wagner spielte die erste Halbzeit Jörg Lützelberger auf der Linksaußenposition, in der zweiten Halbzeit übernahm dann Robin Teppich. Ergebnismäßig machte sich die gute Anfangsphase mit einem 8:10 nach etwa zwanzig Minuten bemerkbar. Doch im Verlaufe der ersten Halbzeit wurde die Heimmannschaft stärker und der VfL verlor ein wenig den Faden. Die Oberbergischen wirkten ein müde, das Mittwochspiel in der Bundesliga gegen Melsungen und die Anreise am Samstag schien den Spielern noch in den Knochen zu stecken. Die Fehlerquote wurde nun immer höher, besonders in der Defensive gab es Schwächen, die Tvis zu einfachen Tore ummünzte.

Das dänische Team nutzte die Schwächeperiode des VfL und drehte das Spiel. Als die beiden isländischen Schiedsrichter Jonas Eliasson und Ingvar Gudjonsson die erste Halbzeit beendeten, zeigte der Hallenwürfel ein 15:13 für Tvis Holstebro. Dass es nicht noch schlimmer kam, hatte der VfL seinem Torwart Goran Stojanovic zu verdanken, der mit seinen Paraden den Rückstand erträglich hielt.

In der zweiten Halbzeit war jedoch einmal mehr Verlass auf die hervorragende körperliche Konstitution der Hasanenfendic-Spieler. Der VfL war nun wacher und bewegte sich viel besser als noch in Halbzeit eins. Die Heimmannschaft behielt ihre Führung nur bis zur 37. Minute (17:16), dann zog der VfL das Tempo an und baute sich schnell eine Führung auf: Nach 45 Minuten hatten sich die Oberbergischen ein 20:25 erspielt. Der VfL setzte in dieser Phase einige Gegenstöße und gestattete dem Gegner kaum mehr etwas. Die jungen Spieler Robin Teppich und Steffen Fäth brachten Schwung und waren an der Leistungssteigerung deutlich beteiligt. Auch die verletzungsbedingte Auswechslung des Rückraumspielers Drago Vukovic brachte den VfL nicht mehr aus dem Tritt. Der gerade erst von einer Gehirnerschütterung genesene kroatische Nationalspieler erlitt bei einem Zweikamf eine Platzwunde am Auge und musste noch in der Halle von Mannschaftsarzt Jochen Viebahn genäht werden.

Holstebro kam in der Schlussphase noch mal leicht auf und verkürzte den Fünf-Tore-Rückstand auf 23:26 (52.). Doch der VfL ließ sich die Führung nicht mehr nehmen und hielt Tvis auf Distanz und hat nun die besten Voraussetzungen, am Ostersamstag in der Eugen Haas-Halle den angepeilten Einzug ins Halbfinale des Pokal der Pokalsiegers perfekt zu machen.

Die Statistik:

Tvis Holstebro – VfL Gummersbach 27:32 (15:13)

Tore für Gummersbach:Vukovic 4, Fäth 2, Lützelberger 3, Teppich 3, Gunnarsson 6,

Szilagyi 5, Pfahl 4, Zrnic 5

Zuschauer: 1.000. - Zeitstrafen: 2:6 Minuten