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Zehn Tore von Viktor Szilagyi

Gummersbacher gewinnen Europapokal

Die Handballer des VfL Gummersbach bleiben Europacupsieger. Ein Jahr nach dem Triumph im EHF-Pokal entschied der Bundesligist trotz der 33:37 (16:18)-Niederlage beim spanischen Club BM Granollers diesmal den kontinentalen Pokalgewinner-Wettbewerb für sich.

Nach dem 34:25-Hinspielerfolg geriet die Mannschaft von Trainer Sead Hasanefendic vor gut 4000 Zuschauern nie ernsthaft in Gefahr, den Neun-Tore-Vorsprung noch aus der Hand zu geben.

Den Granollers, die Hasanefendic von 2000 bis 2002 betreut hatte, gelang ein fulminanter Start: Schon nach fünf Minuten führten sie mit 2:0, ehe dem VfL durch Adrian Wagner der erste Treffer gelang. Beim 5:4 durch Drago Vukovic (10.) gelang dem Bundesligisten sogar die Führung, die aber schnell wieder verloren ging. Über 9:12 (19.) und 14:17 (27.) geriet der VfL bis zur Halbzeit in Rückstand, der aber keineswegs dramatisch war.

«Ich kann mich an Europacupspiele erinnern, bei denen Mannschaften einen noch höheren Vorsprung hatten und es trotzdem nicht gereicht hat», hatte Hasanefendic sein Team vor der Partie gewarnt. Doch auch nach dem Wechsel blieben die Gäste ruhig und gingen nach einem 17:20 dank eines Zwischenspurts sogar mit 22:20 in Führung. Am Ende siegten die Granollers, den «Pott» aber holte der VfL.

Es war eine exzellente Mannschaftsleistung, doch der Österreicher Viktor Szilagyi mit zehn und der Kroate Vukovic mit sechs Treffern ragten bei den Gummersbachern gemeinsam mit Keeper Goran Stojanovic heraus. Der Schlussmann aus Montenegro raubte den enttäuschten Gastgebern mit einer Flut von Weltklasse-Paraden den Nerv.