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Munteres Schaulaufen

Titelverteidiger VfL Gummersbach steht mit eineinhalb Beinen im Viertelfinale des Europacups der Pokalsieger. Beim überforderten portugiesischen Vertreter XICO Andebol landeten die Oberberger einen 39:20 (21:11)-Kantersieg. Im Sportpalast Francisce de Holanda waren die Gummersbacher vor 800 Zuschauern von Beginn an die technisch bessere und physisch stärkere Mannschaft. Zwar schafften es die Nordportugiesen in der Anfangsphase, mit einem enorm hohen läuferischen Aufwand, die Partie weitgehend ausgeglichen zu gestalten. Aber nach einer Viertelstunde zogen die Gäste die Zügel an, agierten in der Abwehr nun aggressiver und erhöhten im Angriff das Tempo. Mit der Folge, dass die Gastgeber bis zum Seitenwechsel nur noch zwei Tore erzielten, so dass bereits zur Pause die Frage nach dem späteren Sieger beantwortet war.

Und auch nach dem Wiederanpfiff erlebten die Zuschauer eine einseitige Partie, so dass die Gummersbacher ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauten. Bei diesem munteren Schaulaufen hatten sich am Ende bis auf Ole Rahmel alle neun VfL-Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen. Bei einem 19-Tore-Polster können die Gummersbacher in Gedanken schon das Viertelfinale planen.

"Wir sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden", zeigte sich VfL-Trainer Sead Hasanefendic zufrieden. Beim VfL war Nationalspieler Adrian Pfahl mit acht Toren erfolgreichster Werfer. Eine gute Note verdiente sich auch der Kroate Josip Valcic, der bisher die Erwartungen in Gummersbach noch nicht erfüllen konnte und nur sporadische Einsatzzeiten erhalten hat. Am Ende war Valcic mit sieben Toren nach Pfahl bester Werfer. Eine hundertprozentige Trefferquote mit sechs Toren bei sechs Versuchen hatte Igor Anic zu Buche stehen. Der junge Franzose nutzte die Suspendierung von Jungnationalspieles Patrick Wiencek aus dem VfL-Bundesligakader, um Werbung in eigener Sache zu machen.