Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk

Axel Bornemann wurde von seiner Freundin für das Team Goldgas-Handballwoche angeworben

Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk bereitete Dorothe Berres ihrem Freund Axel Bornemann. Sie hatte ihren Lebensgefährten heimlich für das Team Goldgas-Handballwoche beworben. Mit zwei Videos und kompletter Pressemappe überzeugte sie die Jury von ihrem Axel.

"Sie rief mich an und sagte zu mir: Übrigens, du feierst Silvester nicht mit uns. Gott sei dank hatte sie mir vorher gesagt, dass ich mich hinsetzen sollte. Am Anfang habe ich eigentlich gar nichts verstanden", beschreibt der zweifache Vater den Augenblick, als ihn die Nachricht erreichte. Der 37-Jährige war völlig ahnungslos: "Ich habe mich zwar gewundert, warum Dorothee sich in letzter Zeit öfters was aus meiner handballerischen Vergangenheit wissen wollte, aber gedacht habe ich mir nichts dabei."


Wie bei "Wer wird Millionär?"

Der HW-Abonnent gesteht sogar ein, "die Artikel über das Casting habe ich nur dann gelesen, wenn ich mit den anderen Artikeln durch war." Und zieht einen ungewöhnlichen Vergleich. "Man bewirbt sich ja bei solchen Gelegenheiten eigentlich nie. Das ist wie bei "Wer wird Millionär?". Man sieht die Show und kennt die richtige Antwort, aber sich selber bewirbt man sich nicht", antwortet er auf die Frage, ob er sich auch aus eigenem Antrieb für das Casting angemeldet hätte.

Seitdem verfolgt der Linkshänder aber alle Berichte über das Team und das Turnier aufmerksam und begab sich auf eigene Faust im Internet auf Hintergrund-Recherche. "Ich habe mir die Seite der New Yorker Mannschaft angeschaut. Die berichten ausgiebig über das Turnier und haben alle Artikel verlinkt. Da konnte ich mich auch über unseren Gegner aus Hamburg informieren", so der Trainer des bayrischen Bezirksligisten TSV Murnau, der sich auf der Plattform "Youtube" Videos von Silvesterpartys auf dem Time Square anschaute und als den "absoluten Wahnsinn" bezeichnete.


Wiedersehen mit Fritz

Voller Vorfreude ist der ehemalige Erstliga-Spieler auf das Einlagespiel zwischen den Liga-All-Stars und der Weltauswahl. "Da spielen ja mit Wislander und Richardson absolute Handball-Legenden mit. Besonders Richardson mit seinem "Indianer-Handball" und seiner offensiven Deckung auf der eins - was auch früher mein Part war - nochmal spielen zu sehen, ist einfach hervorragend", schwärmt Bornemann.

Zu einer weiteren Legende hat er eine besondere Verbindung. Er stand Henning Fritz 2003 in der zweiten Pokalrunde gegenüber. Damals trat der damalige Kapitän des MTV Obernkirchen nicht nur beim "handshake" seinem Kieler Pendant gegenüber, sondern auch am Siebenmeterpunkt. "Ich habe zwei mal den Dreher gegen ihn angesetzt und war beide Male erfolgreich. Ich glaube er hat nicht damit gerechnet, dass ich das wagen würde", schmunzelt er. Das Spiel endete 19:40. "Das Positive an dem Ergebnis war, dass in der damaligen Saison mein alter Club GWD Minden in der Bundesliga höher gegen den THW verloren hatte", erinnert sich Bornemann.

Nun freut er sich, dem alten Kontrahenten von damals als Mitspieler kennen zu lernen. "Solche Reisen eignen sich immer, um neue Kontakte zu knüpfen und fremde Menschen zu treffen", meint der Wahl-Bayer, der auch schon auf die erste Begegnung mit dem Team Goldgas-Handballwoche gespannt ist.

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