Interview mit Teamkapitän Pascal Schiewe

"Da kann kein Feuerwerk in Deutschland mithalten"

Frohes neues Jahr, Pascal. Silvester in New York, wie war das für Dich?

Pascal Schiewe: „Für mich war es das zweite Mal, dass ich in New York Silvester gefeiert habe. 2002 musste ich mich mit tausenden Menschen stundenlang anstellen, um dann um 0 Uhr am Times Square zu sein. Diesmal war es natürlich gigantisch. Einfach raus aus dem Hotel und dann mit unseren VIP-Ausweisen in die Tonic Bar zur Party. Das war unglaublich. Vielen Dank an Goldgas und die HANDBALLWOCHE, dass ich hier dabei sein darf.“

Die Amerikaner feiern ja anders Silvester als wir…

„Das stimmt. Es gibt kein privates Feuerwerk. Nur dieses Riesenevent am Times Square. Es war typisch amerikanisch. Als dieses Konfetti von den Hochhäusern herabregnete, das war toll. Das kennt man von den Amis ja sonst nur aus dem Fernsehen. Jetzt selber in dieser Kulisse zu stehen, war atemberaubend. Da kann kein Feuerwerk in Deutschland mithalten. Ich stand am Ende knietief in Konfetti – und am Neujahrsmorgen war alles wieder weg. Unglaublich. Als hätte der Abend nicht stattgefunden.“

Trotz der langen Party am Abend zuvor steht unser Team nun im Halbfinale des Turniers. Zufall oder Können?

(lacht) „Mir war das klar! Nein, im Ernst. Ich glaube, es ist von Vorteil, dass sich zwei, drei Spieler schon etwas kannten. Einige Spieler haben schon bei der Europameisterschaft der Studenten zusammengespielt. Das und natürlich die Fähigkeiten unseres Trainers Henning Fritz sind der Grund für diese gute Leistung. Was die Party angeht, so haben wir ja nicht als einzige Silvester gefeiert. Die Ausgangslage für alle Teilnehmer war also gleich. Aber es geht ja hauptsächlich auch um den Spaß.“

Wie ist es denn mit Henning Fritz?

„Super. Henning macht jeden Spaß mit und ist trotzdem mit dem nötigen Ernst dabei. Ich finde es klasse, wie er mit uns umgeht. Man begegnet so einem Top-Sportler natürlich erstmal mit Respekt. Plötzlich steht da ein Welthandballer vor dir. Komisches Gefühl. Aber Henning ist ein Supertyp. Er lässt das nicht raushängen. Ehrlich gesagt, war ich am Anfang skeptisch, wie lange er es mit uns aushält. Er ist jedoch bei allem dabei und hat sichtlich Spaß. Ich werde wohl noch in Jahren erzählen, dass er unsere Auswahl Goldgas-Handballwoche in New York mal trainiert hat.“

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