Auf dem völlig falschen Fuß erwischt

Marc Weiler ist unser fünftes Teammitglied und konnte sein Glück nicht in Worte fassen

Völlig auf dem falschen Fuß erwischte der Anruf unserer "Glücksfee" unser fünftes Teammitglied Marc Weiler. Nach einem kurzen "Das ist ja unglaublich, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet", gestand der Wahl-Magdeburger ein: "Es tut mir Leid, mir fehlen einfach die Worte." Aber wir können ihn beruhigen, diese Reaktion ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Bewerber unsere Gewinnbenachrichtigung erhält.

Der 37-Jährige arbeitet selbständig im Bereich der Hausverwaltung und blickt auf eine lange Handballkarriere zurück. Insgesamt 25 Jahre spielt der Kreisläufer schon. Von seinem Heimatclub HSG Zweidorf/Bortfeld verschlug es in nach Göttingen. "Dort habe ich studiert und bei der HG Roßdorf-Grone gespielt. Das war damals in der Oberliga", erzählt er von seinem sportlichen Werdegang. Dort liegt im übrigen immer noch sein Spielerpass, den Weiler das letzte Mal vor knapp einem halben Jahr in Anspruch nahm. "Aber so schnell verlernt man das ja auch nicht", schmunzelte er. Einsetzbar ist er sowohl am Kreis, als auch auf der rechten Außenbahn. Da aber schon zwei Linkshänder mit an Bord sind, sollte er auf seiner Lieblingsposition zum Einsatz kommen.


Hochzeitsvideo

Die Idee, sich für das Team zu bewerben entstand beim durchstöbern unserer Homepage. "Als ich die Anzeige gesehen habe, ist die Neugier geweckt worden. Früher war ich auf vielen internationalen Turnieren, zum Beispiel in Paris. Ein Turnier in einer solchen Stadt zu spielen, ist immer etwas besonderes. Und New York war natürlich nochmal ein ganz besonderer Anreiz", meint Weiler zu seiner Motivation. "Gott sei Dank hatte ich ein paar Tage zuvor eine Videokamera für eine Hochzeit eines Freundes gekauft. Also habe ich mich schnell daran gemacht und meinen Film gedreht. Diese einmalige Gelegenheit wollte ich nutzen", erzählt der Hausverwalter. Der Erfolg seines Erstlingswerk sollte dem Brautpaar Hoffnung auf eine glückliche Ehe geben. Für ihn hat sich die Investition auf jeden Fall schon gelohnt.

Seit vier Jahren arbeitet der und lebt der 37-Jährige in Magdeburg. Dort spielte auch lange Zeit sein zukünftiger Trainer Henning Fritz. "Ich bin gespannt, wie es ist ihn persönlich kennenzulernen", sagte der Diplom-Kaufmann. Auf die Begegnung freuen sich wahrscheinlich auch die anderen Teammitglieder. Einen Weltmeister hat auch nicht jede Mannschaft auf der Bank sitzen.


Shoppen gehen

Nach unserem Gespräch galt der erste Anruf seiner Freundin Carsta, die er mit den Worten: "Wir gehen shoppen" begrüßte. Sie soll auf jeden Fall mit in die Staaten. "Natürlich habe ich vorher Witze darüber gemacht, sie solle noch nichts festes für Silvester einplanen, da es nach New York gehen könnte, aber dass das jetzt wirklich passiert, ist einfach unglaublich", sagte der frischgekürte Kreisläufer des Teams.







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