Pascal Gras und Peter Weiß krönen in New York den Abschluss ihrer Zeit als Wohngemeinschaft
09.11.10 - 00:10
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Hausbesuch der HANDBALLWOCHE: Unsere Silvester-Glücksfee traf sich mit den Team-Mitglieder sieben und acht. Die gab es gleich im Doppelpack , denn. Peter Weiß und Pascal Gras bilden eine Wohngemeinschaft in Köln und bewarben sich mit einem gemeinsamen Video.
Glückwunsch! Ihr spielt für Uns in New York beim zweiten Neujahrs-Handball-Turnier. Was ging Euch als erstes durch den Kopf, als Euch der Anruf erreicht hat?
Pascal Gras: "Ich saß gerade im Auto und musste mich schon arg konzentrieren auf der Straße zu bleiben. Das Handy klingelte, eine unbekannte Nummer und dann so eine Nachricht. Das ist einfach nicht nachvollziehbar, wenn man so etwas nicht selbst hat."
Peter Weiß: "Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Es gehen einem so viele Gedanken durch den Kopf und irgendwie keiner. Es ist ein Zustand von ungläublicher Freude und Ungläubigkeit. "
Mit diesem Besuch sollten nun die letzten Zweifel ausgeräumt sein. Wie kam es eigentlich zu euer Wohngemeinschaft hier in Köln?
Weiß: "Das war eher Zufall. Zwar studieren wir beide hier an der Sporthochschule, aber trotzdem kannten wir uns nicht. Wir haben uns erst 2008 bei der Uni-Europameisterschaft in Serbien kennengelernt. Genauer im Bus zum Flughafen."
Gras: "Genau. Ich kam gerade von einem Auslandssemester in Australien zurück. Ich war gerade einmal eine Woche wieder in Deutschland, als ich mit der Uni-Mannschaft zum Turnier gefahren bin. Ich war gerade auf Wohnungssuche. Peter hat das mitbekommen und da bei ihm ein Zimmer frei wurde und wir uns gut verstanden haben, bin ich bei ihm eingezogen. Und es hat auf Anhieb alles ganz gut gepasst. Wir haben wohl sogar mal in der Regionalliga gegeneinander gespielt. Da war ich noch in Römerwall und Peter war in Obernburg, oder?"
Weiß: "Genau, aber einen bleibenden Eindruck hat damals keiner von uns bei dem anderen hinterlassen!"
Das Leben in einer Leben in einer Handball-Wohngemeinschaft vorstellen?
Weiß: "Eigentlich ganz normal, wie in anderen WGs auch. Da Pascal in der Nähe von Koblenz spielt und auch seine Freundin da wohnt ist er oft nicht da - und ich habe meine Ruhe (lacht). Nein, natürlich wird hier auch gemeinsam gekocht und mal beim Sport schauen das ein oder andere Bier konsumiert. Sie sehen, ein ganz normales Studentenleben."
Aber nun zu Eurer Bewerbung. Wer hatte denn die Idee sich bei diesem Wettbewerb zu beteiligen?
Gras: "Das war glaub ich mein Einfall. Eigentlich habe ich es auch nur per Zufall auf der HW-Homepage entdeckt. Habe Peter dann davon erzählt und er war sofort begeistert. Da wir beide jetzt unsere Diplomarbeit schreiben, somit unsere Studienzeit endet und wir beide mit unseren Freundinnen zusammenziehen werden, ist das ein krönender Abschluss unserer gemeinsamen Zeit in der WG. Silvester in New York, noch einmal gemeinsam auf dem Feld stehen. Das passt."
In Eurem Video habt Ihr euch vor einem New York Poster gezeigt. Was verbindet Euch mit dieser Stadt?
Weiß: "Willst Du zuerst? New York ist meine absolute Traumstadt. Das letzte Mal war ich 2008 da. Auch wenn es nicht mein erster Besuch dort war und ich insgesamt eine Woche dort geblieben bin, habe ich nur die Oberfläche angekratzt. Es gibt noch so viel, was ich dort sehen möchte. Ganz oben stehen auf meiner to-do-Liste endlich ein Spiel der Knicks (Basketball-Team, Anm. Red.) zu sehen und ins Guggenheim-Museum möchte ich auch. So jetzt darfst du."
Gras: "Bei mir könnte es länger dauern. Das erste Mal war ich während meiner Schulzeit dort. Meine ältere Schwester ist ein wenig schuld dran. Sie war vor mir ein Jahr in New York bei einer Gastfamilie. Dann kam deren Sohn für ein Jahr zu uns. Ich war davon so begeistert, dass ich dann wenig später ebenfalls in dieser Familie lebte und ein Schuljahr in der nähe von New York absolvierte. Und damit alles gerecht verteilt war, folgte, auch die jüngste Tochter unserer Gastfamilie bald dem Lockruf aus Deutschland. Sie merken, dass ist alles sehr eng verknüpft und bis heute halten wir den Kontakt aufrecht. Das wird bestimmt ein tolles Wiedersehen.Insgesamt war ich vier Mal in New York und kann mich Peter nur anschließen. Es ist eine absolute Traumstadt."
Weiß: "Die Wand haben wir auch nicht extra für unsere Bewerbung geschmückt. Die gab es schon vor dem Videodreh. Als wir die Küche renoviert haben, ist das kleine Kunstwerk entstanden.
Uni-Europameisterschaft, Auslandsemester und Schüleraustausch. Scheint, als ob Ihr schon viel gereist seit?
Weiß: "Das kann man so sagen. Der Hinflug wird mein insgesamt sechszehnter Flug dieses Jahr sein. Leider schaffe ich es wohl nicht mehr vor New York noch nach Südamerika zu fliegen, dann hätte ich in 2010 alle Kontinente der Erde bereist. Europa ist ja klar, dann war ich in Australien, in Südostasien und Ägypten. Jetzt noch die Staaten vor Neujahr. Aber keine Sorge, dass ist nicht der Normalfall. Aber der Kauf meiner neuen Kamera hat sich mehr als bezahlt gemacht. Jetzt kann ich auch noch Fotos von der Silvesterparty in New York schießen. Phänomenal."
Gras: "Wie war das noch mit der Ruhe von wem?"
Die Frage habe ich mir gerade auch gestellt. Ihr habt ja gerade schon eure Freundinnen erwähnt. Wie begeistert sind die denn von Euren neuen Silvetserplänen?
Gras: "Die wollen natürlich mit. Wir planen gerade, dass Conny und Sahena mitreisen können. Ist ja auch eine kleine finanzielle Frage. Wenn sie mitkommen können, dann wäre es natürlich perfekt. Aber auch wenn es nicht klappen sollte, beide gönnen uns die Reise und haben sich für uns gefreut. Die haben uns ja auch bald tagtäglich am Hals, deswegen ist ein wenig Schonzeit vielleicht gar nicht so schlimm."



