Hoffmann nicht der erste, der den Weltverband verlässt - Abwanderungswelle bei der IHF - Handball - Weltspiegel - Artikel - Handballwoche
Hoffmann nicht der erste, der den Weltverband verlässt

Abwanderungswelle bei der IHF

Ekke Hoffmann geht endgültig in Rente - und setzt damit eine seltsame Abwanderungswelle von Fachleuten aus dem Handball-Weltverband IHF fort. Unerwartet, aber auch unspektakulär sagt der ehemalige Frauen-Bundestrainer dem Handball Adieu.

Nach weniger als zwei Jahren verlässt der Schwabe die IHF-Zentrale in Basel und zieht sich mit 66 Jahren ins Privatleben zurück. Zum 31. Mai hat Hoffmann sein Amt als Sport-Geschäftsführer gekündigt. "Ich habe mir das lange überlegt über die Feiertage, nachdem ich von der Frauen-WM in China zurück war", sagte er und begründete seine Entscheidung mit Loyalitätsproblemen: "Es hat nach dem Kongress Beschlüsse gegeben, die ich mit meinem Namen nicht mittragen kann und möchte."

Atmosphärische Störungen

Ekke Hoffmann geht - ohne Groll und ohne Reue, aber ein Stück weit desillusioniert. Auf seine Kündigung hat er von IHF-Präsident Hassan Moustafa bislang keine Reaktion erhalten. Dabei war es der Ägypter, der den Lehrer aus Bad Urach engagiert hatte - und ihm zuletzt seine Arbeit auch erschwerte. "Er hat selbst sehr viel im operativen Bereich mitgearbeitet. Das ist zu einem Problem für mich geworden", sagte Hoffmann und deutete damit atmosphärische Störungen mit Moustafa an, dem der Ruf eines Alleinherrschers vorauseilt.

Bereits im vergangenen September war Christoph Geissler weitgehend unbemerkt als IHF-Geschäftsführer ausgeschieden. Und heimlich, still und leise wurde statt seiner die Ägypterin Amal Khalifa installiert. Unter Hassan Moustafa war sie Abteilungsleiterin im ägyptischen Handballverband und zuletzt als persönliche Assistentin dessen enge Vertraute. "Wir haben eine neue Geschäftsführerin aus Ägypten und keine klaren Strukturen", beklagte Hoffmann.

IHF ein Gemischtwarenladen

Gerade der Aufbau effektiver Strukturen war jedoch die Hauptaufgabe von Hoffmann. "Ich habe versucht, Strukturen in die IHF zu bekommen, die vorher eher ein Gemischtwarenladen waren", umriss er seine Arbeit in den vergangenen knapp zwei Jahren. Zu Hoffmanns Aufgaben gehörte die gesamte sportliche Administration inklusive Olympia- und WM-Turnieren, Schiedsrichter- Ausbildung und Entwicklungshilfe sowie die Öffentlichkeitsarbeit. "Das muss sich nicht verschlechtern. Wenn die IHF diese Strukturen weiter verfolgt, muss es aufwärtsgehen", sagte er. Die personelle Entwicklung scheint jedoch keinen Anlass zu Optimismus zu geben: Seit dem IHF-Kongress im Juni mit der Wiederwahl Moustafas zum Präsidenten "sind sechs Leute gegangen, auch gute und junge Leute", berichtete Hoffmann.

Er selbst will sich nun erstmal erholen. 40 Urlaubstage und 410 Überstunden haben sich seit seinem Amtsantritt angehäuft. "Das nehme ich jetzt. Ich hatte keinen Tag Urlaub", erzählte Hoffmann, der gleich dreimal die Frauen des Deutschen Handballbundes (DHB) betreut hatte. Später will er nochmals zum Handball zurückkehren: Als Leiter von Trainerlehrgängen, für die ihm aus mehreren Ländern Einladungen vorliegen.

KOMMENTARE

MiguReom, 16.11.17, 19:29 Uhr
Bentyl Saturday Delivery No Script Needed Store Cash Delivery viagra Sildenafil mehr »
MiguReom, 29.10.17, 09:28 Uhr
Ere To Get Cialis In Perth Cialis Originale Al Prezzo Piu Basso cheap cialis mehr »
Alle Kommentare lesen (33)
Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden