Schaffhausen schleift deutschen Rohdiamanten - Dissinger-Transfer sorgt für Irritationen - Handball - Weltspiegel - Artikel - Handballwoche
Schaffhausen schleift deutschen Rohdiamanten

Dissinger-Transfer sorgt für Irritationen

Fünf Monate nach dem bemerkenswerten Vorstoß auf Platz 10 im europäischen Vereinsranking schreiben die Kadetten Schaffhausen wieder internationale Schlagzeilen. Sie haben Christian Dissinger engagiert, „eines der grössten Talente des deutschen Handballs“, wie sich Markus Baur, Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 2007 und Trainer des Traditionsklubs Nettelstedt, auszudrücken pflegt. Auch der neue Bundestrainer Martin Heuberger sieht „sehr viel Potenzial“ beim 202 cm großen Nachwuchshandballer aus dem Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim.

Was den Nachfolger des „Trainerdenkmals“ Heiner Brand aber stört, ist der Umstand, dass ein Rohdiamant des Deutschen Handball-Bundes (DHB) in der Schweizer Liga und nicht im Umfeld eines renommierten Vereins aus dem Establishment der Bundesliga geschliffen wird. „Bei seinem Stammverein TSG Friesenheim hätte Dissinger sozusagen eine Stammplatzgarantie erhalten“, sagt der neue DHB-Teamchef. Das hätte dem 19-jährigen Werfer in der neuen, eingleisigen zweiten Bundesliga „physisch und mental“ gut getan, ergänzt Heuberger seinen Vorbehalt.

Der 47-jährige Bundestrainer will seine unterschwellige Kritik aber nicht als Abwertung der Swiss Handball League (SHL) und schon gar nicht als Geringschätzung der Kadetten Schaffhausen verstanden wissen: „Die Leistungen in der Champions League sind ein starkes Indiz für die hervorragende Arbeit, die in Schaffhausen geleistet wird. So gesehen, sind der Transfer in die Schweiz und die Chance auf regelmäßige Einsätze in der Königsklasse bestimmt kein Fehler“.Bevor er endgültig zu den „Großen“ wechselt, betreut Heuberger in diesen Tagen an der U-21-WM in Saloniki letztmals den DHB-Nachwuchs, der sich auf dem Weg zu einer Spitzenklassierung befindet. Einer seiner Schlüsselspieler ist dabei Christian Dissinger.

Der Kadetten-Manager Peter Leutwyler ist der „Vater“ des Transferdeals: „Der Zuzug des BWL-Studenten ist auch Teil einer neuen Strategie, denn im Bereich Marketing wollen wir uns künftig vermehrt auch in den Räumen Singen und Bodensee  engagieren und sind nicht abgeneigt, weitere deutschen Talente in unserer Organisation eine schulische und sportliche Perspektive zu bieten“, sagt Leutwyler. Alfred Gislason, der Startrainer des THW Kiel, gibt ihm dabei Schützenhilfe, er bezeichnet das Schaffhauser Modell als „Horizonterweiterung“: „Ich finde es gut, dass junge Spieler solche Erfahrungen machen und andere Kulturen und Mentalitäten kennenlernen.“

KOMMENTARE

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