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Drakonische Strafen

Die EHF setzt im Zusammenhang mit den Manipulations-Affären seine harte Linie fort: Eine Woche nach der Fünf-Jahres-Sperre für die deutschen Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich fällte die EHF die nächste drakonische Strafe. Wegen erwiesenen Bestechungsversuchs wurden Rumäniens Männer-Nationaltrainer Aihan Omer und sein Verbands- Vizepräsident Petre Palau ebenfalls für fünf Jahre von internationalen Wettkämpfen und Ämtern ausgeschlossen. Dieses Urteil fällte die Schiedskommission unter Leitung des Portugiesen Rui Coelho.

Das Gremium sah es als erwiesen an, dass Omer und Palau vor dem Playoff-Rückspiel in der Qualifikation für die WM 2009 gegen Montenegro den dänischen Referees Gjeding und Hansen Geld geboten hatten. Obwohl die Dänen laut technischer Analyse keinen Fehler bei der Spielleitung begangen haben, gewann Rumänien eine Woche nach der 27:31-Hinspielniederlage die Partie mit 29:24 und qualifizierte sich für die WM in Kroatien. Der rumänische Verband wurde zudem mit einer Geldstrafe von 27.500 Euro belegt. Im Wiederholungsfalle innerhalb der nächsten vier Jahre würde Rumäniens Männer-Auswahl international von allen Wettbewerben ausgeschlossen.




Ermittlungen eingestellt

Damit sind von den acht Fällen, zu denen die EHF Ermittlungen eingeleitet hatte, nur noch zwei offen. Zum einen steht ein Urteil zum Champions-League-Finale 2007 zwischen Kiel und Flensburg aus. Vor einer Entscheidung will der Verband jedoch erst den Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in Kiel abwarten. Dagegen wurden Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Champions-League-Spiel Swenigorod gegen Hypo Niederösterreich eingestellt, obwohl den Schiedsrichtern beim Bankett durch einen Unbekannten Geld angeboten worden war. Die Person sei jedoch nicht zu identifizieren oder in Zusammenhang mit dem gastgebenden Club zu bringen gewesen, erklärte die EHF.