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Bestechungsaffäre

EHF mit eisernem Besen: Nationaltrainer gesperrt

Wegen erwiesenen Bestechungsversuchs wurden Rumäniens Männer-Nationaltrainer Aihan Omer und sein Verbands-Vizepräsident Petre Palau ebenfalls für fünf Jahre von internationalen Wettkämpfen und Ämtern ausgeschlossen. Dieses Urteil fällte die Schiedskommission unter Leitung des Portugiesen Rui Coelho.

Das Gremium sah es als erwiesen an, dass Omer und Palau vor dem Playoff-Rückspiel in der Qualifikation für die WM 2009 am 14. Juni 2008 in Oradea gegen Montenegro den dänischen Referees Martin Gjeding und Mads Hansen Geld geboten hatten. Obwohl die Dänen laut technischer Analyse keinen Fehler bei der Spielleitung begangen haben, gewann Rumänien eine Woche nach der 27:31-Hinspielniederlage die Partie mit 29:24 und qualifizierte sich für die WM in Kroatien, wo der Rekord-Weltmeister Rang 15 belegte.

Der rumänische Verband wurde zudem mit einer Geldstrafe von 27 500 Euro belegt. Im Wiederholungsfalle innerhalb der nächsten vier Jahre würde Rumäniens Männer-Auswahl international von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Alle drei bestraften Parteien können innerhalb von 21 Tagen Einspruch einlegen.

Damit sind von den acht Fällen, zu denen die EHF Ermittlungen eingeleitet hatte, nur noch zwei offen. Zum einen steht ein Urteil zum Champions-League-Finale 2007 zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt aus. Vor einer Entscheidung will der Verband jedoch erst den Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in Kiel abwarten. Zum anderen wird noch ein Urteil zum Fall des Frauen-Spiels in der Champions League zwischen Lada Togliatti (Russland) und Slagelse DT (Dänemark) erwartet.

Drastische Strafen hatte die EHF zuvor bereits gegen die Magdeburger Schiedsrichter Lemme und Ullrich verhängt. Mit der Sperre hatte das Schiedsgericht Verstöße gegen den Verhaltenskodex geahndet. Den Magdeburgern wurde zur Last gelegt, dass sie im Zusammenhang mit dem Europacup-Finale im Wettbewerb der Pokalsieger 2006 zwischen Medwedi Tschechow und BM Valladolid weder einen Manipulationsversuch noch den Fund von 50 000 Dollar im Gepäck von Ullrich gemeldet hatten. Am 10. August will das Präsidium des Deutschen Handballbundes (DHB) entscheiden, ob und in welcher Form der Verband einen möglichen Einspruch der Referees gegen das Urteil unterstützen wird.

Der ukrainische Schiedsrichter Walentin Wakula war wegen Manipulationsversuchs vor dem Champions-League-Spiel Lada Togliatti gegen Viborg HK für vier Jahre gesperrt worden. Metalurg Skopje (Mazedonien) aus dem Champions-League-Spiel gegen FC Barcelona und Izmir BSB Sk (Türkei) aus dem Challange-Cup-Halbfinale gegen den Thüringer HC wurden mit Geldstrafen von 4000 Euro belegt. Medwedi Tschechow muss 25 000 Euro Strafe zahlen.

Dagegen wurden Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Champions-League-Spiel Swesda Swenigorod (Russland) gegen Hypo Niederösterreich eingestellt, obwohl den Schiedsrichtern Nordine Lazaar/Laurent Reveret (Frankreich) beim Bankett durch einen Unbekannten Geld angeboten worden war. Die Person sei jedoch nicht zu identifizieren oder in Zusammenhang mit dem gastgebenden Club zu bringen gewesen, begründete die EHF ihre Entscheidung.

 

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