Interview mit Nikolaj Jacobsen
"Jesper Nielsen tut dem Handball sehr gut"
Christian Kehl, 29.08.11, 09:55 Uhr
Bei allen Verdiensten von Herrn Jacobsen muss ich ihm in dieser Sache entschieden widersprechen. Dem einzigen, dem Herr Nielsen gut tut ist Herr Nielsen selbst. Denn das, was er dem deutschen Handball gebracht hat lässt sich in weniger Worten mit viel Geld, vorlautem Mundwerk und planlosem Aktionismus beschreiben. Mit diesen Eigenschaften hat er sich in Dinge eingemischt, die ihn - wie die Kieler Manipulationsaffäre - entweder nichts angehen oder - wie die Bäumchen-Wechsel-Dich-Posse bei den Löwen - von denen er keine Ahnung zu haben scheint. Was bleibt ist ein chaotisches Bild eines Machtmenschen, der meint, mit seinen Millonen könne er tun und lassen was er will ohne die Kompetenzen sportlicher Führungen anzuerkennen oder gar die Spieler zu fragen, die teilweise überhaupt nicht nach Kopenhagen wechseln wollten, aber sollten, weil Herr Nielsen das gerne hätte. Zudem kommen die zweifelhaften Umgänge mit verdienten Trainern wie Herrn Lindgren, der in der Ära Nielsen mir nichts dir nichts gefeuert wurde und wohl selbst nicht wirklich wusste, weswegen er denn nun gehen sollte. Das ist einfach schlechter Umgang(ston) udn zeugt vor einem Mangel an Respekt. In der Kieler Manipulationsaffäre hat er auch gleich den Mund aufreißen müssen und jetzt wird er in der Handballwoche zitiert, dass er sich ja an nichts mehr erinnern könne, was damals gewesen ist und was soll er da denn nun überhaupt noch bei dem Gerichtstermin. Wenn er etwas weiß, kann er das den zuständigen Behörden sagen, aber die Art und Weise in der Öffentlichkeit Rivalen diskreditieren zu wollen ist einfach nur billig. Hört sich das nach jemandem an, der dem Handball gut tut? Stattdessen versucht er mal wieder sich selbst etwas gutes zu tun und mit seinem produzierten Chaos Geld zu verdienen, indem er ein Buch veröffentlicht, in dem dann alles stehen soll ... Ich persönlich bin froh, einen solchen machtbesessenen Lautsprecher künftig außerhalb der HBL zu wissen. Dort kann der mit seinen in das Kopenhagener Spielzeug gesteckten Millionen aufgrund fehlender Konkurrenz in der europäischen Spitzenklasse die heimische Liga beherrschen und in Deutschland hört man zum Glück nicht mehr von ihm als müde zu belächelde Angebote an diverse Spieler, mit denen er mal wieder den ganzen Kader umkrempeln will - sicherlich sobald die CL nicht gleich im ersten Jahr gewonnen wird ;-). In Deutschland kann's uns zum Glück egal sein, nur die armen, handballbegeisterten Dänen sind zu bemitleiden!
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