Thomas Bauer analysiert die Handball-Liga Austria - Krems übernimmt trotz Niederlage die Spitze - Handball - Weltspiegel - Artikel - Handballwoche
Thomas Bauer analysiert die Handball-Liga Austria

Krems übernimmt trotz Niederlage die Spitze

Der österreichische Nationaltorhüter Thomas Bauer, der seit dem Sommer beim Zweitliga-Aufsteiger TV Korschenbroich in Deutschland spielt, betrachtet allwöchentlich für Handballwoche.de die aktuellen Entwicklungen in der Handball Liga Austria.

Es scheint wieder Normalität in den kuriosen Ligaalltag einzukehren. In den Runden 8 und 9 der Handball Liga Austria gibt es nur in den beiden Vorarlberg-Wien-Duellen überraschende Ergebnisse. Aber alles der Reihe nach. Der UHK Krems übernimmt trotz schmerzlicher 36:40-Auswärtsniederlage bei Noch-Meister Bregenz die Tabellenführung, weil man HIT Innsbruck mit 35:20 in die Schranken weisen kann. Die Innsbrucker können dafür gegen Derbygegner Schwaz nach schwacher Vorstellung beider Mannschaften einen verdienten 21:18 Sieg einfahren.

Werbung für den Handballsport war dieses Tiroler Lokalduell allerdings kaum. Nach 9:6-Pausenstand und einer Halbzeit, in der einzig die Torhüter beider Teams attraktive Leistungen für Österreichs Fernsehpublikum bieten, hat ULZ Schwaz auch in Durchgang zwei trotz fehleranfälligem Innsbrucker Angriffsspiel nie eine realistische Chance, einen Punkt aus der fremden Halle zu entführen. Zu hoch die eigene Fehlerquote sowohl im Passspiel als auch bei den Torversuchen. Wenigstens kann das Team um Trainer Thomas Lintner gegen Juri Leoben das eigene Publikum mit einem 30:26-Sieg wieder einigermaßen glücklich stimmen.

Nur ein Punkt für die Steiermärker

Das Tabellenschlusslicht aus der Steiermark steht nach wie vor bei einem mageren Pünktchen aus neun Spielen und kann sich als einziges Team in der Liga schon mal mit dem Szenario „Aufstiegs-Playoff“ auseinandersetzen. Auch heuer klopfen wieder motivierte und finanziell gut gebettete Zweitligateams an die Tür des Oberhauses.

Der HC Linz schoss die Leobener in fremder Halle mit 25:38 ab, konnte aber zuhause gegen die Aon Fivers den positiven Trend nicht bestätigen und kassierte mit 24:32 die zweite Niederlage in der laufenden Meisterschaft. Der UHC Tulln verliert zuhause gegen die Union West Wien mit 20:22 und wird aus Hard mit einer 22:35-Packung nach Hause geschickt. Gemeinsam mit den beiden Tiroler Teams Innsbruck und Schwaz und Juri Leoben werden die Niederösterreicher wohl um den Abstieg gegen die vier besten Zweitligisten spielen.

Das Ende einer Krise für die Harder Teufel ?

Der Vizemeister aus Vorarlberg holt ausgerechnet in der Wiener Hollgasse, der Heimstätte der Aon Fivers, seine Punkte 7 und 8 und klettert erstmals in der laufenden Saison in die Playoffränge. Scheint am Bodensee also wieder alles in Ordnung zu sein. Mit dem knappen 31:30 gegen den Angstgegner der letzten Jahre hat man nicht nur wichtige Punkte, sondern auch jede Menge Selbstvertrauen gesammelt und sich nun erstmals dort postiert, wo der HC Alpla Hard nun mal hingehört. Ins Meisterplayoff.

Aber noch ist nichts entschieden, denn rechnerisch haben auch noch Innsbruck, Schwaz und Tulln Chancen auf deine Teilnahme an der Runde der besten sechs. Dennoch räume ich den Hardern auch auf Grund der Leistungen der letzten Jahre die größte Wahrscheinlichkeit ein, um die Meisterschaft mitzuspielen. Bekommen sie ihre Leistungsschwankungen und Abstimmungsschwierigkeiten rechtzeitig in den Griff, ist auch heuer wieder die Teilnahme am Halbfinale oder sogar Finale möglich. Auf Grund des Bonuspunktsystems hat auch der Sechstplatzierte nach dem Grunddurchgang gute Chancen auf die Halbfinalplätze.

Aufsteiger schießt den Meister ab

Auch im zweiten Spiel mit Vorarlberger und Wiener Beteiligung dürfte so mancher Expertentipp daneben gegangen sein. West Wien feiert mit 34:26 einen ebenso überraschenden wie klaren Heimerfolg gegen A1 Bregenz und verhilft damit dem UHK Krems zur Tabellenführung. Trotz professionellem Umfeld mit ausgezeichneten Arbeitsbedingungen, international erfahrenem Trainer und einem Kader, der mehr als nur HLA-tauglich scheint, kommt der Meister nach wie vor nicht in Fahrt.

Dabei wäre es vor allem hinsichtlich der Europameisterschaft 2010 immens wichtig, dass die Nationalspieler Selbstvertrauen sammeln und ihren Anspruch, mit der Handball-Weltelite mitzuhalten auch in der Liga präsentieren. Schließlich hat Bregenz mit Björn Tyrner, Fabian Posch, Matthias Günther, Roland Schlinger und Lucas Mayer fünf Nationalspieler in den eigenen Reihen. Es sieht so aus als müsse der Ligadominator der letzten Jahre heuer härter denn je um den Titel fighten. Was für die Liga nur positiv sein kann,

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