Kadetten vor Alleingang - Schaffhausen setzt in der Schweiz die Maßstäbe - Handball - Weltspiegel - Artikel - Handballwoche
Kadetten vor Alleingang

Schaffhausen setzt in der Schweiz die Maßstäbe

In der schweizerischen Männerliga sind die Kadetten Schaffhausen in den letzten zwei Spielzeiten trotz nominell stärkerem Personal jeweils am Außenseiter ZMC Amicitia Zürich gescheitert. Trotzdem wird das Team des tschechischen Jungtrainers Petr Hrachovec zum Favoriten für die Spielzeit 2009/10 erklärt. Der Club aus dem Grenzstädtchen am Rheinfall hat sich inzwischen strukturell, organisatorisch und finanziell deutlich von der Konkurrenz entfernt. Der Verein ist unterdessen Mitglied der Group Club Handball. Die Aufnahme des zweifachen Halbfinalisten im Europapokal der Pokalsieger erfolgte primär auf Grund wirtschaftlicher Kriterien. Das Team kann sich Anfang September als Teilnehmer am "Wild-Card-Turnier" für die Champions League gegen Ademar León, Celje und TBV Lemgo nunmehr auch sportlich beweisen.

Der Mäzen Giorgio Behr, ein erfolgreicher Unternehmer und Wirtschaftsprofessor, und sein professionell arbeitendes Management haben jedenfalls hervorragende Bedingungen geschaffen. Insider gehen davon aus, dass der heutige Etat einem Vergleich mit einem Mittelfeldclub der Bundesliga standhält. Schaffhausen hat seinen für schweizerische Begriffe hochkarätigen Kader weiter "veredelt". Die Linkshänder Jan Filip (Rhein-Neckar Löwen) und Aleksandar Stojanovic (Metalurg Skopje) sowie der isländische Nationaltorhüter Björgvin Pal Gustavsson (TV Bittenfeld) sind an den Rheinfall gekommen. Die Neuen bilden zusammen mit dem Kern der Bisherigen - Petr Kukucka, Mait Patrail und den einheimischen Nationalspielern Manuel Liniger, Iwan Ursic und David Graubner - ein Teamgefüge, das eigentlich reif für den vierten Titelgewinn des Clubs sein müsste.

Dass sich in der Schweiz alle Titel-Diskussionen auf Schaffhausen fokussieren, hängt mit den Vorgängen in Zürich zusammen. In der Wirtschaftsmetropole haben sich die Stadtrivalen Grasshopper-Club (Rekordmeister, 21 Titel) und ZMC Amicitia (5 Titel) zur einer engen Kooperation entschlossen, die später in eine Fusion münden soll. Der Abstieg der Grasshoppers in die zweite Liga (Nationalliga B) und wirtschaftliche Schwierigkeiten im ZMC Amicitia haben den Schulterschluss beschleunigt. Die Zusammenarbeit erfolgt auch im Hinblick auf den geringen Stellenwert, den der Spitzenhandball in Zürich genießt und sichert auch den Fortbestand der gemeinsamen Jugendabteilung.

Das neue Konstrukt tritt europäisch unter der Bezeichnung "GC Amicitia Zürich" auf. Das Meisterteam erhält ein neues Gesicht, da Andy Schmid (Bjerringbro-Silkeborg) und Frank Löke (Streitfall zwischen Croatia Osiguranje Zagreb und Skjern Handball) Zürich verlassen haben. Das schweizerisch-norwegische Duo galt als "Herzstück" der Mannschaft, die mit 61:3 Punkten die letzte Meisterschaft nach Belieben dominierte. Ob es die Nachfolger Heiko Grimm (HSV) und Kari Kristjan Kristjansson (Hafnarfjördur) richten können, wird sich zeigen. Der neue Großverein befindet sich in einer Umbruchphase und wird sich zunächst festigen müssen. Neuer Trainer des Teams ist der junge Niederländer Robert Nijdam, der als Spieler jahrelang u.a. auch in Deutschland tätig war und zuletzt als Nationaltrainer in Belgien arbeitete.

Scheinen die Plätze 1 (Schaffhausen) und 2 (GC Amicitia) vergeben zu sein, ist zwischen Rang 3 und 7 viel möglich. Eine interessante Rolle wird aber auf jeden Fall der Traditionsverein RTV 1879 Basel spielen, der den früheren deutschen Bundestrainer und langjährigen Schweizer Nationalcoach Arno Ehret als Teamchef an Bord geholt hat.
Transfers >

GC Amicitia Zürich: Heiko Grimm (HSV Hamburg), Kari Kristjan Kristjansson (Hafnarfjördur/Island). - Abgänge: Frank Löke (Skjern / Zagreb), Andy Schmid (Bjerringbro-Silkeborg), Radoslav Antl (Tatran Presov). Kadetten Schaffhausen: Jan Filip (Rhein-Neckar Löwen), Aleksander Stojanovic (Metalurg Skopje), Björgvin Pal Gustavsson (Bittenfeld).- Abgänge: Roman Pungartnik (Sportdirektor slowenischer Verband), Dusan Podpecan (Koper), Andrei Petro (Keksemet). St. Otmar St. Gallen: Nejc Hojc (Pfadi Winterthur). - Abgang: Marius Lepp (Toledo). BSV Bern Muri: Pelle Larsen (Skjern), Misha Kaufmann (Stäfa). - Abgang: Benjamin Steiger (Kriens-Luzern). Pfadi Winterthur: Matthias Baur (Rhein-Neckar Löwen), Markus Krauthoff (Grasshoppers). Wacker Thun: Marius Aleksejev (Kehra/Estland). RTV 1879 Basel: Vaidas Klimciauskas (Hard/AUT), Ivan Divkovic (Zavidovic, Bosnien-H.), Ruben Schelbert (Grasshoppers).

KOMMENTARE

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