Serienmeister Bregenz muss beim Saisonauftakt Federn lassen - Tulln startet mit einem Paukenschlag - Handball - Weltspiegel - Artikel - Handballwoche
Serienmeister Bregenz muss beim Saisonauftakt Federn lassen

Tulln startet mit einem Paukenschlag

Bereits der erste Spieltag der österreichischen HLA zeigt: Die Liga ist ausgeglichen wie nie! Der UHC Goldmanndruck Tulln, von vielen Ligaexperten zum Abstiegskandidaten Nummer 1 deklariert, trotzte dem amtierenden Serienmeister A1 Bregenz vor eigenem Publikum verdient einen Punkt ab. Ein Paukenschlag gleich zu Beginn der neuen Saison, aber nicht die einzige Überraschung. Vizemeister HC Alpla Hard musste sich zuhause mit 29:30 dem HC Linz geschlagen geben. Die beiden finanzstarken Mannschaften aus Vorarlberg machten zum Auftakt ausgerechnet gegen Teams, deren Kader jährlich durch namhafte Abgänge an Breite und Qualität verliert, keine gute Figur.

Vor allem in Tulln ging es vor der Sommerpause zu wie auf dem Flohmarkt. Mit Mario Vizvary, Roland Knabl, Florian Grössl (alle SG West Wien), Hans Schmölz und Andrasz Boszo und verlor der UHC fast die komplette Startformation und konnte die Abgänge der Leistungsträger keineswegs adäquat ersetzen. Trotzdem reichte es gegen den Meister zum Punktgewinn.

Wiener Clubs auf dem Vormarsch

Nutznießer dieser Pleiten scheinen die beiden Teams aus der Landeshauptstadt zu sein. Die SG Handball West Wien, ein Verein mit großer Vergangenheit, verbrachte die abgelaufene Saison in  Liga 2 und entführte nach sofortigem Wiederaufstieg zum Auftakt beide Punkte vom Drittplatzierten des Vorjahres HIT Innsbruck, der heuer ohne die drei abgewanderten Leistungsträger Milos Pesic, Nedeljko Jovanovic und Teamspieler Richard Wöss (Tusem Essen) auskommen muss. Die AON Fivers Wien mussten nach dem Pokalsieg 2009 den Abgang der Nationalspieler Vytautas Ziura (Viborg HK) und Thomas Bauer (TV Korschenbroich) verkraften, mühten sich aber gegen ULZ Schwaz dennoch zu einem knappen, aber verdienten 28:27. Der UHK Krems, selbsternannter Geheimfavorit aus der Vorsaison, verpasste vergangene Spielserie trotz namhafter Einkäufe die Teilnahme am Halbfinale, konnte aber nun im Auftaktspiel gegen Union Leoben trotz 7 Abgängen seine Favoritenstellung behaupten.

Der Klassiker ist zurück!

Mit dem Wiederaufstieg der SG Handball West Wien ist die HLA nun wieder um ein sportliches Highlight reicher. Die emotionalen Wiener Derbys um die Vorherrschaft in der Landeshauptstadt könnten heuer auch wieder von entscheidender Bedeutung im Kampf um die Tabellenspitze sein. Beide Teams werden von Bregenz-Manager Roland Frühstück als Titelaspiranten gehandelt.

Quo vadis Bregenz?

Nachdem der jetzige Füchse Berlin-Coach und Österreichs Nationaltrainer Dagur Sigurdsson von 2003 bis 2007 als Spielertrainer die Bregenzer zu 4 Meistertiteln en suite, 2 Pokalerfolgen und in die Gruppenphase der EHF Championsleague führte, steht nun Meistertrainer Martin Liptak vor der schwierigsten Situation seit seinem Amtsantritt in Bregenz vergangenen Sommer. Er verlor mit Neo-Österreicher Mare Hojc und Nationaltorwart Nikola Marinovic  zwei überragende Akteure der letzten Jahre an die HBW Balingen Weilstetten. Trotzdem stellt sein Team rund um die Nationalspieler Björn Tyrner, Roland Schlinger, Matthias Günther, Fabian Posch und Lucas Mayer  zurecht den Anspruch, Titelkandidat Nummer 1 zu sein. Roland Frühstück gibt das Ziel vor: „Wir Bregenzer haben das Selbstvertrauen und die Qualität Meister zu werden!“ Doch auch Aon Fivers-Macher Thomas Menzl nimmt sich kein Blatt vor den Mund: „Wir haben mit dem Cupsieg 2009 den ersten Titel seit 10 Jahren in die Landeshauptstadt geholt, jetzt wollen wir die Meisterschaft.“ Hochspannung garantiert!

KOMMENTARE

Gerardo, 06.01.15, 11:45 Uhr
The museum stadns like a box of light on the shores of Lake Constance. Its inner light is ever-changing, depending on the mehr »
Philippe, 06.01.15, 10:30 Uhr
Geschrieben von Anonymous am 12. Oktober 2012Ich wollte frgaen wieviel ein Maschinenbauchtechniker verdient, weil ich mehr »
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