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Frauen-WM in Brasilien

Zweiter WM-Titel für Norwegen

Norwegen ist zum zweiten Mal nach 1999 Handball-Weltmeister der Frauen. Im Endspiel besiegte der Olympiasieger und fünfmalige Europameister in Sao Paulo Frankreich mit 32:24 (19:13).

Durch den Erfolg löste Norwegen auch Jubel beim skandinavischen Nachbarn Schweden aus, der als EM-Zweiter ebenso wie der neue Weltmeister direkt für die Olympischen Spiele in London im kommenden Jahr qualifiziert ist.

Für Frankreich blieb wie vor zwei Jahren in China nur Rang zwei. Dritter wurde Spanien durch einen 24:18 (9:9)-Sieg im «kleinen Finale» gegen Dänemark. Rang fünf und damit seine beste WM-Platzierung erreichte Gastgeber Brasilien, der den entthronten Titelverteidiger Russland mit 36:20 (18:11) deklassierte und dem Rekord-Weltmeister einen peinlichen WM-Abschluss bescherte. Das Spiel um Platz sieben gewann Kroatien mit 32:29 (14:12) gegen Angola.

Frankreich hatte sich im Halbfinale gegen die Däninnen mit 28:23 durchgesetzt, nachdem der Weltmeister von 2003 bereits im Viertelfinale Russland ausgeschaltet hatte. Norwegen hatte in der Vorschlussrunde mit 30:22 gegen Spanien gewonnen.

Die deutsche Mannschaft hatte Norwegen zum WM-Auftakt die einzige Niederlage beigebracht, das Turnier nach dem Vorrunden-Aus als Sieger der Trostrunde um den Presidents Cup aber nur als 17. beendet. Dennoch hatte der Deutsche Handballbund (DHB) Grund zur Freude: Am Rande der WM bestimmte der Rat des Weltverbandes IHF Deutschland zum Ausrichter der Frauen-WM 2017.