Deutsche Handball-Clubs erfolgreich

Frankfurt/Main (dpa) – Meister SG Flensburg-Handewitt hat in der Champions League den Kurs auf das Achtelfinale gehalten – und auch für die anderen deutschen Clubs lief es auf internationalem Parkett nach Wunsch.

Während die Flensburger ihr Königsklassenspiel bei Skjern HB souverän mit 31:24 (14:13) gewannen, erreichten im EHF-Pokal Titelverteidiger Füchse Berlin, Rekordmeister THW Kiel und die TSV Hannover-Burgdorf problemlos die Gruppenphase, die am kommenden Donnerstag in Wien ausgelost wird.

Dank einer deutlichen Steigerung nach der Pause feierten die in der Bundesliga noch ungeschlagenen Flensburger ihren vierten Sieg in der Gruppe B und behaupteten mit 8:10 Punkten den vierten Tabellenplatz. Bester SG-Werfer war Hampus Wanne mit sechs Toren.

Den größten Kraftakt der deutschen EHF-Cup-Starter musste der Titelverteidiger aus Berlin vollbringen. Mit dem 28:23 (11:13) gegen Aalborg Handbold aus Dänemark machten die Füchse, bei denen Nationalspieler Fabian Wiede nach vierwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte, die 29:31-Hinspielniederlage wett.

Vor 7400 Zuschauern sah es zunächst nicht nach einem Happy End aus, denn in der ersten Hälfte lagen die Berliner schon mit sechs Toren (6:12) zurück. «In den ersten 20 Minuten hatten wir überhaupt keine Präsenz auf der Platte, da hat uns die nötige Härte gefehlt», monierte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Mit Moral und einer famosen Leistungssteigerung wendeten die von erheblichen Personalsorgen geplagten Berliner, die in Kapitän Hans Lindberg (6 Tore) ihren besten Werfer hatten, dann aber doch noch den drohenden K.o. ab.

Keine Mühe hatte Kiel beim lockeren 36:18 (17:9) beim norwegischen Vertreter Drammen HK. Es war wettbewerbsübergreifend der 14. Sieg in Serie des Rekordmeisters, der schon das Hinspiel deutlich mit 34:23 für sich entschieden hatte. Deshalb verteilte THW-Trainer Alfred Gislason großzügig Spielanteile an die Reservisten. Bester Werfer beim Sieger war der achtfache Torschütze Sebastian Firnhaber.

Jubelstimmung herrschte bei Hannover-Burgdorf. Nach dem 41:36 im Hinspiel reichte den Niedersachsen am Samstag bei Benfica Lissabon ein 33:33. «Wir freuen uns, dass wir noch mindestens sechs Spiele mehr auf dem internationalen Parkett haben», sagte Kai Häfner. Der Nationalspieler war mit zehn Treffern bester Werfer der Recken, die in der Bundesliga nur Zehnter sind. «Es geht uns momentan nicht alles sehr leicht von der Hand, aber die Mannschaft hat sich reingebissen und als Einheit ihr Herz auf dem Spielfeld gelassen», lobte Trainer Carlos Ortega.