Filip Jicha fordert eine Verschiebung der Handball-WM in das Jahr 2022

Trainer Filip Jicha vom deutschen Handball-Rekordmeister THW Kiel hat sich erstmals eindeutig gegen die Austragung der WM im kommenden Januar in Ägypten ausgesprochen.

Olympia als Vorbild

Stattdessen schlug der Tscheche vor, nach dem Vorbild der Olympischen Spiele in Tokio das Turnier wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr zu verschieben. „Ja, eine Handball-WM in Ägypten wäre sicher eine Riesensache. Aber bitte ein Jahr später!", sagte der 38-Jährige den "Kieler Nachrichten" am Montag.

 

Eine Austragung im Januar wäre für Jicha nur schwer zu erklären

Der frühere Rückraumspieler und tschechische Auswahlspieler ist zwar weiterhin davon überzeugt, dass der Handball Großereignisse wie Welt- und Europameisterschaften braucht. Aber man müsse in der derzeitigen Lage „eine Balance“ finden. Er fragte: „Wie soll ich meinem Sohn erklären, dass er sich nicht mit Freunden treffen und Handball spielen darf, und dann reisen wir zum Handballspielen quer durch Europa?“ Allerdings glaube er nicht, dass es tatsächlich zu einer Änderung komme.

 

Die WM ist vom 14. bis 31. Januar 2021 an vier Spielorten geplant. An dem Turnier werden erstmals 32 Mannschaften teilnehmen. Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) spielt in der Vorrundengruppe A gegen Ungarn, Uruguay und Neuling Kap Verde.