Flensburg und Kiel international auf Kurs – Füchse verlieren

Brest (dpa) – Top in der Liga, erfolgreich auf europäischem Parkett: Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt und des THW Kiel gehören national und international zu den bestimmenden Clubs.

Der deutsche Meister und Bundesliga-Spitzenreiter aus Flensburg gewann am Samstag sein Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim HC Brest in Weißrussland mit 30:28 (14:14). Der Rekordmeister und Erstliga-Zweite aus Kiel feierte beim 34:28 (20:13) über den spanischen Vertreter BM Granollers den fünften Sieg im fünften Vorrundenspiel des EHF-Pokals. Die Füchse Berlin dagegen kassierten im EHF-Pokal die nächste Niederlage.

Auch die Flensburger waren nicht gänzlich zufrieden, weil sie einen höheren Sieg verspielt hatten. In der 52. Minute führte die Mannschaft von Trainer Maik Machulla noch mit 29:21. «Schade, dass unsere Mannschaft, aber auch die Schiedsrichter am Ende ein paar unglückliche Entscheidungen trafen», kritisierte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke das Team und die schwedischen Unparteiischen. Auch Kreisläufer Simon Hald hatte zwiespältige Gefühle: «Wenn mir jemand vorher dieses Ergebnis genannt hätte, wäre ich zufrieden gewesen. Nun sind wir aber doch etwas enttäuscht.»

Für das Rückspiel am kommenden Sonntag in der heimischen Arena haben die Flensburger dennoch die besten Voraussetzungen. Hilfreich ist dabei auch das Wissen, dass die SG nun alle fünf bisherigen Duelle mit den Weißrussen gewonnen hat. Damit wahrte neben den Rhein-Neckar Löwen auch das zweite in der Königsklasse verbliebene deutsche Team die Chance auf das Viertelfinale.

Der THW Kiel leistete sich gegen Granollers in der zweiten Halbzeit eine Schwächephase, die sich aber nicht auf den verdienten Heimsieg auswirkte. Trainer Alfred Gislason freute sich vor allem über die Leistung vor dem Seitenwechsel, als die «Zebras» die Spanier klar dominiert hatten: «Es war insgesamt ein gutes Match, in dem wir in der ersten Halbzeit richtig stark waren.»

Die Füchse Berlin dagegen fanden auch im EHF-Pokal nicht zurück in die Erfolgsspur – was ihnen aber vergleichsweise egal war. Denn trotz der 31:34-Pleite bei St. Raphael ist der Viertelfinaleinzug perfekt und die Chance auf den wichtigen Gruppensieg gewahrt. «Für uns war das eine wichtige Niederlage, weil wir trotzdem Gruppenerster werden können», sagte Nationalkeeper Silvio Heinevetter.

Da die Berliner das Hinspiel 33:29 gewonnen hatten, geht der direkte Vergleich an sie und man bleibt Tabellenführer vor den punktgleichen Franzosen. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel am nächsten Sonntag gegen Schlusslicht Balatonfüredi wäre der Gruppensieg perfekt.