SG Flensburg-Handewitt hält Bundesliga-Titelrennen offen

Das Titelrennen in der Handball-Bundesliga bleibt spannend. Mit einem 33:30 (16:13)-Erfolg gegen den SC Magdeburg rückte die SG Flensburg-Handewitt bis auf einen Punkt an Spitzenreiter THW Kiel heran. Sechs Partien stehen noch aus.

125 SG-Fans auf der Nordtribüne sahen von Beginn an ein packendes Topspiel – mit leichten Vorteilen für den SCM, der 4:3 führte (8. Minute). Bei der SG fehlte neben den Langzeitverletzten auch Alexander Petersson. Der Isländer hält sich für einige Tage in der Heimat auf, um sich dort an der Achillessehne behandeln zu lassen. Zudem blieb der angeschlagene Göran Sögard (Adduktoren) auf der Bank.

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Hitzige Atmosphäre – Magdeburg cooler

Magnus Jöndal bekam diesmal auf Linksaußen den Vorzug vor Hampus Wanne und erzielte das 5:4. Mal führte die SG, mal der SCM. Einen verworfenen Siebenmeter und einem Schrittfehler von Jim Gottfridsson (17.) nutzten die Gäste zu einem Zwischenspurt auf 10:7. Flensburg hatte jetzt einige Probleme im Positionsangriff und blieb sechs Minuten ohne Treffer.

Aber das Team von Maik Machulla kämpfte sich nach einer Auszeit seines Trainers zurück – 11:12 (24.). In den folgenden Minuten setzte der SG Magdeburgs Spiel über Kreisläufer Magnus Gullerud zu, der drei Mal traf. Insgesamt behielt der SCM in der hitzigen Atmosphäre den etwas kühleren Kopf und führte zur Pause 16:13.

Handball-Krimi

Michael Damgaard erhöhte zu Beginn der zweiten Halbzeit erstmals auf vier Tore (18:14). Doch die SG wäre nicht die SG, wenn sie nicht wenige Minuten später schon wieder dran gewesen wäre. Jöndal verkürzte auf 17:18 (37.). Auf und neben der Platte ging es ordentlich zur Sache, die Emotionen kochten hoch und manchmal über. Nahezu jede Schiedsrichter-Entscheidung wurde diskutiert. Die 125 Fans hielt es nach Magnus Röds Ausgleichstreffer nicht mehr auf den Sitzen. Dann drehte Jöndal auch noch die Partie.

In der Folge konnte sich keines der Teams, die nun auch spielerisch glänzten, absetzen. Magdeburg gelang immer wieder der Ausgleich, wie etwa durch Damgaard zum 23:23 (48.). Erst als Gottfridsson einen von Torbjörn Bergerud gehaltenen Siebenmeter mit dem 28:26 (55.) veredelte, brachte die SG zwei Treffer zwischen sich und den SCM. Und sie legte nach: Jöndal – die Vorentscheidung!

SG Flensburg-Handewitt: Bergerud, Backhaus (n.e.), Fritz (n.e.) – Golla (4), Hald (1), Svan (7), Wanne (n.e.), Jöndal (6), Steinhauser (n.e.), Mensah (5), Sögard (n.e.), Gottfridsson (7/2), Holpert, Röd (3)
SC Magdeburg: Green, Thulin (39.-52.) – Musa (1), Chrapkowski, Kluge, Steinert, Pettersson (4), Magnusson (7/4), Hornke, Gullerud (4), Mertens (7), O’Sullivan (2), Bezjak, Damgaard (4), Preuss (1)
Schiedsrichter: Kinzel/Grobe (Bochum/Braunschweig)
Zuschauer: 125
Zeitstrafen: 4:4
Siebenmeter: 3/2:5/4