ABSTIMMUNG

Aktuelle Ausgabe

  • Entscheidet Corona die EM?

    Bob Hanning ist nie um einen Spruch verlegen, manchmal liegt er richtig, manchmal daneben – aber mit Blick auf die am Donnerstag beginnende EM in Ungarn und der Slowakei könnte der Füchse-Manager und ehemalige DHB-Vizepräsident sicher Recht behalten: „Wer die wenigsten Corona-Fälle hat, wird Europameister“, prophezeit Hanning. Just an dem Tag, an dem die offiziell von der Europäischen Handball Föderation (EHF) angeordneten, verpflichtenden Corona-Tests starteten, schnellten in fast ganz Europa die Fallzahlen unter den Teilnehmern nach oben. Nur zwei Tage später reagierte die EHF und verkürzte die Quarantänezeit für Spieler mit positivem Befund von zwölf auf fünf Tage und erlaubt unter Umständen sogar, dass Spieler nachnominiert werden, die nicht im 35er-Kader stehen. Wenige Tage vor Turnierbeginn lauten die drängendsten Fragen: Wie stark wird die EM von Corona beeinträchtigt? Wie wird angesichts von Ausfällen, Genesenen und Erkrankten der sportliche Stellenwert sein? Droht gar ein vorzeitiges Turnierende, weil zum Beispiel in den Gastgeberländern durch die Virusvariante Omikron die Inzidenzen nach oben schießen? Alles zur Männer-EM in der Slowakei und Ungarn erfahren Sie im neuen Sonderheft der HANDBALLWOCHE vom 11. Januar.
  • Alles ist möglich

    Es waren einige turbulente Momente. Sportvorstand Axel Kromer hatte technische Probleme und flog immer wieder aus dem digitalen Presse-Meeting des Deutschen Handballbundes, das der Verband zu Beginn der Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2022 (13. bis 30. Januar) am vergangenen Dienstag veranstaltet hatte. Mark Schober, der Vorstandsvorsitzende des DHB, hatte zudem keine guten Nachrichten für die rund 30 zugeschalteten Journalisten: Serbien, eigentlich fest eingeplanter Test-Gegner auf dem Weg zur EM, musste kurzfristig seine Reise nach Mannheim und Wetzlar absagen, da es im Team einige positive Corona-Fälle gegeben hatte. So herrschte Aufregung in der deutschen Mannschaft, die ihr Quartier seit Neujahr im Leistungszentrum Großwallstadt bezogen hatte, um sich in Ruhe auf das Turnier in der Slowakei und Ungarn vorzubereiten. Als dann noch Alfred Gislason von teilweise „chaotischen Szenen“ beim Training berichtete, war das Durcheinander komplett. Nur neun Tage vor Turnierbeginn machten die Ereignisse im DHB wenig Hoffnung auf einen sportlichen Erfolg beim kontinentalen Kräftemessen. Das änderte sich nur wenig, als der Bundestrainer seine Aussage relativierte und von der mangelnden Erfahrung seiner neu formierten Mannschaft sprach, in der es gleich neun Debütanten gibt, die zum ersten Mal eine Europameisterschaft spielen werden. Es ist vor diesem Hintergrund ohne Frage eine Reise ins Ungewisse, die Deutschlands Handballer am morgigen Mittwoch antreten, wenn der DHB-Tross in Richtung Bratislava zur EM aufbricht. Mittlerweile ist jedoch innerhalb des Teams und auch in dessen Umfeld wieder Ruhe eingekehrt. Bundestrainer Alfred Gislason hat sich auf seine Arbeit mit der Mannschaft konzentriert und alle Widrigkeiten ausgeblendet. „Alle machen einen sehr guten Eindruck“, sagte der Isländer am Ende der EM-Vorbereitung: „Es macht Spaß, mit dem Team zu arbeiten.“ Die deutsche Handball-Nationalmannschaft fährt mit neun Debütanten zur EM und dämpft die Erwartungen. Warum es trotzdem Grund zur Hoffnung gibt, lesen Sie in der neuen HW-Ausgabe.
  • Die Bühne ist bereit

    „Das wird das Ereignis unseres Lebens, da kommt wahrscheinlich nicht mal Olympia heran.“ Ungarns Torhüter Roland Mikler sparte bei der Eröffnung des MVM Dome in Budapest nicht mit Superlativen. Wie der 37-Jährige, wartet das ganze Land voller Vorfreude auf die Europameisterschaft, stolz darauf, den Handball-Kontinent in den vielleicht besten Hallen zu begrüßen, die jemals bei einer Europameisterschaft bespielt wurden. Neue Sportstätten sind in Ungarn eigentlich nichts Besonderes mehr. In den letzten zehn Jahren wurden 32 neue Fußballstadien eröffnet, die europäischen Standards genügen und teils in mittelgroßen Dörfern liegen. Auch die Handball-Hallen des Landes wurden aufgerüstet, um- oder direkt neu gebaut. Erst im Dezember 2021 eröffnete dann der MVM Dome – und diese Multifunktionshalle ist doch noch einmal etwas ganz Besonderes. Alle Team, alle Stars und Hintergründe finden Sie in unser aktuellen Ausgabe  - selbstverständlich auch als E-Paper abrufbar!

SPORTFACHZEITSCHRIFT DES JAHRES