SPORTFACHZEITSCHRIFT DES JAHRES

Aktuelle Ausgabe

  • Ein Mann für Prokop

    Bei der Heim-WM verletzte sich Martin Strobel schwer, riss sich das Kreuz- und Innenband im linken Knie. Beim 30:30 in Minden kehrte der Rückraumstratege zurück in die Bundesliga. „Ich muss mich Stück für Stück wieder herankämpfen“, sagt der 33-Jährige unaufgeregt, der sein Comeback detailliert mit HBW-Trainer Jens Bürkle besprochen hat. An der Weser waren es nur wenige Minuten – beim 25:25 im württembergischen Derby gegen Stuttgart keine. Ganz genau beobachtet Bundestrainer Christian Prokop die Strobel-Rückkehr. Er hat den Routinier für die Europameisterschaft im Januar noch nicht abgeschrieben, zumal ihm auf der Mittelposition mit dem Berliner Simon Ernst und Tim Suton (Lemgo) bereits zwei arrivierte Akteure lange ausfallen – wegen Kreuzbandrissen. Strobel geht seine Rückkehr ruhig und überlegt an: „Es ist schwer, jetzt eine Prognose abzugeben. Die Zeitspanne ist sehr kurz, auch wenn sie für manche lang erscheint.“ Schon längere Zeit habe er keinen Kontakt mehr mit dem Bundestrainer gehabt, verrät der erfahrene Profi: „Man muss abwarten, wie es läuft. Alles war neun Monate weg. Natürlich habe ich das viele Jahre lang gemacht – und doch ist es ein Eingewöhnungsprozess. Man muss sich an viele Dinge erst wieder gewöhnen – auch an die Belastung, wenn ich mal eine halbe Stunde Angriff und Abwehr am Stück spiele.“ Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der HANDBALLWOCHE!
  • Man bekommt, was man verdient

    Exklusiv-Interview Mark Schober, dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Handballbundes (DHB), über den  Tag des Handballs, Agenda 2020 und Strukturreform. Mit dem Tag des Handballs in Hannover ist das letzte große Handball-Event in diesem Jahr in Deutschland zu Ende gegangen. Welches Fazit ziehen Sie im Rückblick von der Veranstaltung in Hannover? Mark Schober: Ein rundum positives. Die Arena war mit 9.967 Zuschauern restlos ausverkauft, die Landesauswahl-Mannschaften aus Niedersachsen und Westfalen konnten bereits im Vorspiel eine großartige Atmosphäre genießen, und unsere A-Nationalmannschaften haben auf großer Bühne begeistert. Dazu kam ein fantastisches Rahmenprogramm mit einem Star wie Nico Santos und eine vielfältige Präsentation des Handballsports in den Umläufen der TUI Arena. Unser Motto „Wir.Ihr.Alle.“ haben wir weiter mit Leben gefüllt – vor Ort mit der Vorstellung des neuen Club 100 und 30 ehemaligen Nationalspielerinnen und Nationalspielern sowie bundesweit mit mehr als 170 Handball-Festen in den Vereinen und dem Start der Ehrenamtskampagne. Ich könnte das noch detaillierter erzählen, aber dafür reicht der Platz wahrscheinlich selbst in der HANDBALLWOCHE nicht. Welche Auswirkungen haben Events wie zum Beispiel der Tag des Handballs auf den Nachwuchs in Deutschland? Oder anders: Haben diese Events die gewünschten Auswirkungen auf den Nachwuchs? Ereignisse wie der Tag des Handballs sind Leuchtturmveranstaltungen für den Deutschen Handballbund und damit auch den Handballsport. Wir verfolgen auch mit dem Tag des Handballs das Ziel, Mitglieder zu binden und zu gewinnen. Wir binden Menschen beispielsweise mit der Ehrenamtskampagne, und wir gewinnen neue Handballer mit den bundesweiten Handballfesten in den Vereinen. Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe vom 12. November!      
  • Der Schattenmann sucht das Rampenlicht

    Schlaflos in Handewitt. „Es läuft derzeit ein bisschen holprig bei uns“, gesteht Mark Bult, Co-Trainer der Handballer der SG Flensburg-Handewitt, und spricht von einer anstrengenden Zeit. Der engmaschige Terminkalender im November, die Verletztenmisere im Kader, das ständige Auf und Ab der Mannschaft, die nervenaufreibenden Spiele. „Es gibt momentan einige Baustellen. Da macht man sich schon ein paar Gedanken mehr als normal – auch nachts“, sagt Bult. Um mal auf andere Gedanken zu kommen oder sich ein gutes Gefühl zu verschaffen, muss der 37-Jährige sich nur kurz den 13. Februar 2019 ins Gedächtnis rufen. Es war der Tag, an dem die SG in der Champions League gegen RK Celje antreten musste, und das unter besonderen Umständen. Da Coach Maik Machulla von einer starken Grippe niedergestreckt worden war, war ein kurzfristiger Kommandowechsel auf der Trainerbank erforderlich. So hieß es: Bult, bitte übernehmen! Mehr zum "Schattenmann" bei der SG finden Sie in der HANDBALLWOCHE Nr. 46!