SPORTFACHZEITSCHRIFT DES JAHRES

Aktuelle Ausgabe

  • Die Multi-Kulti-Liga

    Der Reiz der Bundesliga ist groß: Ungeachtet der Diskussion, ob sich die HBL als die „stärkste Liga der Welt“ oder „nur“ als die „ausgeglichenste Liga der Welt“ bezeichnen darf, ist die Beliebtheit der deutschen Eliteliga bei ausländischen Handballern ungebrochen. Daran ändert auch nichts, dass der dänische Weltmeister Rasmus Lauge, der in der vergangenen Saison zum besten Spieler der Liga gekürt wurde, vom deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt zum ungarischen Rekordtitelträger Telekom Veszprem wechselte. Und dass die beiden Altstars Gudjon Valur Sigurdsson (von den Rhein-Neckar Löwen zu Paris Saint Germain) und Dalibor Doder (vom TSV GWD Minden zu Ystad IF) ihre lange und erfolgreiche Karriere in Frankreich beziehungsweise Schweden ausklingen lassen. Umgekehrt zog es mit dem Franzosen Romain Lagarde einen Top-Spieler in die Bundesliga (Rhein-Neckar Löwen), und der THW Kiel darf sich schon jetzt auf den norwegischen Superstar Sander Sagosen freuen, der 2020 zum deutschen Rekordmeister wechselt. 342 Profis spielen in der HBL, nur knapp 200 von ihnen stammen aus Deutschland. Die HANDBALLWOCHE unternimmt in der neuen Ausgabe eine Bestandsaufnahme!  
  • Ehrgeizig. Bodenständig. Erfolgreich.

    Noch sechs Spiele. Dann ist Carsten Lichtlein (38) Rekordspieler der Handball-Bundesliga – in seinem zehnten Jahr und in seiner 20. Saison. 613 Einsätze hatte der ehemalige Nationaltorwart bisher. Kommen noch sechs weitere dazu, wird er seinen Keeper-Kollegen Jan Holpert (618) überholen. Vorausgesetzt Lichtlein spielt die kommenden Partien alle, dann kann es am 17. Oktober auswärts gegen die MT Melsungen so weit sein. „Das ist schon eine Wahnsinnsleistung“, sagt sein früherer Lemgoer Clubkollege Finn Lemke, der mit Lichtlein 2016 in Polen Europameister wurde. Und: „Man kann sehr viel als junger Spieler von ihm lernen, was Professionalität angeht und Liebe zum Job.“ Bei einem Treffen in Erlangen, wo er seit dieser Saison beim HC unter Vertrag steht, spricht „Lütti“ mit der HANDBALLWOCHE über seine lange Laufbahn, Höhe- und Tiefpunkte, seine Familie, TV-Shows und den anderen Rekord, den er schon hält. Carsten, in welcher Jahreszeit ist Ihre Karriere? Carsten Lichtlein: Im Herbst, vielleicht im fortgeschrittenen. Auf keinen Fall im Winter! Solange ich noch den Fokus finde und in den Tunnel komme, will ich weitermachen. Und solange ich fit bin. Bisher muss ich den Hut vor meinem Körper ziehen, dass er all die Jahre ohne große Verletzung und OP mitgemacht hat – obwohl ich in Großwallstadt und Lemgo eigentlich nie beim Physiotherapeuten war. (lacht) Erst, als ich vor ein paar Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, habe ich angefangen, mich pflegen lassen. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihr erstes Bundesligaspiel? Das war 2000 mit dem TVG zu Hause gegen Minden. Ich saß auf der Bank, Eros (Christian Ramota, d. Red.) stand im Tor. An meinen ersten Einsatz kann ich mich gar nicht erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich beim Spiel in Hildesheim im gleichen Jahr gut gehalten habe. Das komplette Interview mit dem Rekord-Keeper lesen Sie in der aktuellen HANDBALLWOCHE Ausgabe 38!
  • Ein kleiner Schritt zum Meister-Traum

    Fröhlich tanzten die Spieler des THW Kiel im Kreis, als das Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt beendet war. Fünf Tage nach der schmerzlichen Niederlage gegen den SC Magdeburg war das Erfolgserlebnis im Derby Balsam für die Seelen der Zebras. „Das war nicht einfach“, sagte Sportchef Viktor Szilagyi: „Die Zeit nach dem Spiel in Magdeburg war knapp, um alles aufzuarbeiten. Aber wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir immer so auftreten wie heute und dürfen zu Hause keine Punkte abgeben.“ Der Geschäftsführer will eine positive Entwicklung der Mannschaft festgestellt haben: „Viele Fehler, die wir vor wenigen Wochen noch im verlorenen Super Cup gegen Flensburg gemacht haben, sind uns diesmal nicht unterlaufen.“ Alle Hintergründe zum 101. Norderby finden Sie in Ihrer neuen HANDBALLWOCHE vom 17. September.