SG Flensburg-Handewitt will bei den Rhein-Neckar Löwen punkten

Allen Sorgen zum Trotz ist die SG Flensburg-Handewitt zuversichtlich, am Sonnabend in der Handball-Bundesliga erfolgreich „ein dickes Brett bohren“ zu können. So schätzt Trainer Maik Machulla die Aufgabe in der Partie um 20.30 Uhr bei den Rhein-Neckar Löwen ein. „Von der Tabelle lassen wir uns nicht verarschen. Das ist eine Mannschaft mit ganz viel Qualität und Erfahrung“, sagt Machulla über das Team seines früheren Mentors und Chefs Ljubomir Vranjes.

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Der ehemalige SG-Trainer ist in Mannheim seit Anfang des Jahres im Amt, nachdem die Löwen in der Hinserie überwiegend dürftige Leistungen abgeliefert hatten. Inzwischen hat sich der Tabellenzehnte (21:27 Punkte) gefangen.

Zwar gab es nach drei Siegen in Folge zuletzt ein 24:29 gegen die Füchse Berlin, aber diese Niederlage sei sehr unglücklich zustande gekommen, meint Machulla. „Die Löwen hatten etliche Pfostentreffer, alle Abpraller landen bei den Berlinern, die laufen direkt den Gegenstoß. Das hätte auch anders ausgehen können“, so die Analyse des SG-Trainers.

Beide Trainer schätzen den Gegner hoch ein

Machulla und Vranjes reden natürlich in höchsten Tönen vom Gegner. Der neue Löwenbändiger macht gar „doppelt Weltklasse“ auf jeder Position bei der SG aus. Na ja, doppelt wird es schon mal nicht, denn die Flensburger plagen wieder erhebliche Personalprobleme.

Liveticker: SG Flensburg-Handewitt trifft auf Rhein-Neckar Löwen

Bangen um Gottfridsson

Der Einsatz von Jim Gottfridsson ist stark gefährdet. Der Spielmacher konnte am Freitag wegen massiver Schmerzen am Sprunggelenk nicht trainieren. „Er will es probieren, aber ich bin hin- und hergerissen, ob wir das Risiko eingehen sollen, weil wir ja noch andere Ziele in dieser Saison haben“, schildert Machulla den Zwiespalt. Gottfridsson selbst, der am Mittwoch gegen Pick Szeged schon früh aus dem Spiel ging, dann aber am Ende wiederkam und sein Team noch zum 25:21-Sieg führte, brennt darauf, in Mannheim dabeizusein:

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Einsatz von Magnus Röd noch fraglich

Linkshänder Magnus Röd sei nach acht Tagen Corona-Pause noch nicht bereit für Höchstleistung, so Machulla. „Vielleicht macht er nur das Erwärmen mit, um ihn Schritt für Schritt wieder aufzubauen, damit er zu 100 Prozent in Szeged bereit ist“, erklärt der SG-Trainer seine Überlegungen mit Blick auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am kommenden Donnerstag. Franz Semper habe jedoch gut trainiert, so dass man im rechten Rückraum wieder auf ihn setzen könnte.

Lasse Svan ist noch geschwächt durch einen Magen-Darm-Infekt, trat die Reise aber an, während Emil Jakobsen lieber noch Erholung zu Hause gewährt wurde. Trotz allem glaubt Machulla an zwei Punkte: „Je kleiner der Kader, desto mehr Energie stecken wir alle rein, desto mehr sind wir füreinander da.“